Super-G in Gröden/Val Gardena

Ski alpin: Dreßen rast mit starkem Lauf aufs Podest

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Ski alpin: Thomas Dreßen jubelt im Ziel von Gröden.
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Thomas Dreßen hat beim Ski-Alpin-Weltcup erneut für ein starkes Ergebnis gesorgt. Beim Super-G in Gröden fuhr er auf den dritten Platz.

Gröden - Als Favorit ging Thomas Dreßen nicht in den Super-G von Gröden. Mit einem starken Finish überraschte der Deutsche die Konkurrenz und fuhr zum zweiten Mal im Weltcup 2019/20 aufs Podest.

Thomas Dreßen hat nach langem Zittern seinen zweiten Podestplatz der Weltcup-Saison 2019/20 im Ski alpin eingefahren und beim Super-G in Gröden überraschend den dritten Platz belegt. Für den 26-Jährigen ist es nach seinem Sieg in der Abfahrt von Lake Louise vor drei Wochen das zweite Erfolgserlebnis in seiner Comeback-Saison. Den vergangenen Winter hatte er wegen einer schweren Knieverletzung nahezu komplett verpasst.

Ski alpin: Erster Saisonsieg für Kriechmayr

In Südtirol war Dreßen am Freitag 0,22 Sekunden langsamer als Sieger Vincent Kriechmayr aus Österreich. Zweiter wurde der Norweger Kjetil Jansrud. Wegen Nebels war das Rennen insgesamt für mehr als zwei Stunden unterbrochen, am Ende durften nur 48 der 64 Fahrer starten. Das reichte, um das Ergebnis offiziell werten zu können.

Andreas Sander wurde auf Rang zwölf gewertet, Josef Ferstl belegte zwei Jahre nach seinem Sieg in Gröden Platz 27. Auch für Dominik Schwaiger gab es als 29. noch Weltcup-Punkte. Romed Baumann und Simon Jocher konnten nicht mehr antreten. Sie hoffen nun auf die Abfahrt am Samstag (11.45 Uhr/ZDF und Eurosport), mit der der Rennkalender der Herren fortgesetzt wird.

Ski alpin: Der Ticker zum Super-G in Gröden

13.42: Das Rennen bleibt bis auf weiteres unterbrochen. Der Live Ticker von chiemgau24.de endet an dieser Stelle. Die Redaktion wird später mt einem Nachbericht über den Ausgang informieren.

13.30: Um 13.40 Uhr soll die nächste Jury-Entscheidung folgen, ob und ggf. wann nochmal gefahren werden kann.

13.14: Und wieder heißt es "Race interrupted", also Rennen unterbrochen. Der Grund ist erneut der Nebel, der in den letzten Minuten wieder stärker in die Strecke hineingezogen ist.

13.10: Die Top-20 der Weltrangliste werden mit Mattia Casse abgeschlossen. Nach erneuter kurzer Rennunterbrechung fährt der Italiener eine enge, gute Linie, am Ende fehlt dann aber doch einiges - nur Rang 13.

13.05: Jetzt ist Thomas Dreßen dran: Starke Fahrt des Deutschen, der unten sogar den absoluten Top-Speed (112,6 km/h) auf die Piste zaubert. Am Ende wird diese Leistung mit dem dritten Platz belohnt.

13.04: Der gesundheitlich angeschlagene Hannes Reichelt mit Startnummer 16 macht seine Sache ordentlich und kommt auf Platz fünf ins Ziel.  Johan Clarey aus Frankreich fährt direkt danach und landet auf Rang sechs.

13.01: Top-Favorit und "Gröden-Spezialist" Kjetil Jansrud fährt oben ganz stark, macht dann an der Ausfahrt der Ciaslat aber einen entscheidenden Fehler. Am Ende fehlen dem Norweger fünf Hundertstel auf Kriechmayr - Platz zwei vorerst.

12.58: Aleksander Aamodt Kilde, einer der Geheimfavoriten, rauscht auf Platz vier über die Ziellinie. Man konnte allerdings bei seiner Fahrt sehen, dass der Nebel nun wieder in die Strecke hineinzuziehen scheint.

12.57: Auch Max Franz hat keine Chance nach einem schweren Fehler im Mittelteil. Fast zwei Sekunden Rückstand stehen am Ende für den Österreicher auf der Anzeigetafel.

12.55: Marco Odermatt aus der Schweiz erwischt keinen guten Lauf. Dem Sieger von Beaver Creek und fünffachen Junioren-Weltmeister fehlt am Ende deutlich mehr als eine Sekunde und landet auf Platz neun.

12.52: Der führende im Super-G-Weltcup, Matthias Mayer, gibt ordentlich Gas und verliert in der "Ciaslat" sogar kurzzeitig Bodenkontakt. Ein Fehler kurz vor der Einfahrt in den Zielhang kostet den Kärntner allerdings viel Zeit - nur Rang 5.

12.50: Es gibt einen neuen Führenden: Vincent Kriechmayr aus Österreich übernimmt mit einer ruhigen und überlegten Fahrt die Führung.

12.47: Eine gute Fahrt von Paris nach dem "Kaltstart". Mit seinem starken Finish sichert sich der Südtiroler, eine Hundertstel hinter Caviezel, Rang zwei.

12.43: Die Entscheidung steht: Es soll nun tatsächlich weitergehen. Um 12.45 Uhr soll Dominik Paris mit der Nummer 5 losfahren.

12.37: Aktuell scheint sich der Nebel etwas zu lichten, was auch die Rennjury so zu sehen scheint. Gegen 12.45 Uhr soll zumindest mal ein Vorläufer über die Piste geschickt werden.

12.14: Jetzt gibt es eine offizielle Mitteilung der Jury - und diese verheißt erst mal nichts gutes: Eine nächste Entscheidung, ob und wie es weitergehen soll, will das Gremium um 12.30 Uhr treffen.

12.12: Das Rennen ist nach wie vor unterbrochen. Unklar ist, ob und ggf. wann es weitergehen kann/wird. Der subjektive Eindruck deutet eher darauf hin, dass der Nebel im Bereich der Ciaslat-Wiese eher dichter als weniger wird.

12.00: Christian Walder (AUT) mit Nummer 4 spielt keine Rolle, wegen des hereinziehenden Nebels wurde das Rennen jedoch nun unterbrochen. Hoffentlich dauert die Unterbrechung nicht zu lange.

11.56: Mauro Caviezel aus der Schweiz gibt ordentlich Gas und übernimmt mit 27 Hundertstel Vorsprung auf Sander die Führung.

11.56: Mit Nummer 2 ist Andreas Sander unterwegs. Er ist im Ziel rund eine halbe Sekunde schneller als Landsmann Ferstl.

11.54: Ferstl ist als Erster mit 1.15,03 im Ziel. Daraus jedoch Rückschlüsse zu ziehen, ist schwierig. Ein schwerer Fehler war jedenfalls nicht erkennbar.

11.46: Josef Ferstl aus Siegsdorf, der Sieger des Jahres 2017, ist als Erster dran und steht bereits im Starthaus. Es scheint aber eine leichte Verzögerung zu geben. Offenbar stimmt etwas mit der Zeitnehmung nicht ganz.

11.42: ORF-Kamerafahrer Hans Knauss "testet" die Strecke im Renntempo und spricht während seiner Live-Fahrt von "grobkörnigem, schnellem Schnee" und von "voll zum Angriff geeignet". Das dürfte ein interessantes Rennen werden.

Vor dem Rennen: Der Start wurde kurzfristig etwas weiter nach unten verlegt, da der obere Teil der Saslong-Piste mit Nebel überzogen ist. Einem pünktlichen Start des Rennens sollte jedoch nichts entgegenstehen.

Vor dem Rennen: Das Rennen beginnt aus deutscher Sicht gleich höchst interessant. Josef Ferstl (SC Hammer) hat die Startnummer 1, direkt danach kommt mit Nummer 2 der nächste Deutsche, Andreas Sander. Thomas Dreßen hat die Startnummer 18.

Vor dem Rennen: Auf der Saslong in den Dolomiten wollen die deutschen Speed-Fahrer ihre gute Form aus Nordamerika bestätigen. Josef Ferstl hat den Super-G in Gröden vor zwei Jahren gewonnen, er freut sich extrem auf die Rückkehr nach Südtirol. Daneben wollen Thomas Dressen und Andreas Sander in der Disziplin weiter zur Spitze aufholen. Insgesamt sind sechs deutsche Rennfahrer am Start. Auch wenn Aksel Lund Svindal seine Karriere beendet hat, sind die norwegischen Rennfahrer um Kjetil Jansrud und Aleksander Aamodt Kilde die Top-Favoriten. 

Im Gesamtweltcup führt derzeit der Franzose Alexis Pinturault, in der Super-G-Wertung der Österreicher Matthias Mayer. Auch die deutschen Athleten haben im bisherigen Saisonverlauf schon Punkte sammeln können.

Der Rennkalender der Damen im Ski alpin umfasst insgesamt 41 Veranstaltungen an 21 Austragungsorten, der Weltcup der Herren deren 44 Veranstaltungen an 22 Austragungsorten. Nach den beiden Speed-Rennen in Gröden geht es am Sonntag, 22. Dezember, mit einem Riesenslalom in Alta Badia weiter.

Der Vorbericht:

Gröden/Val Gardena - In Gröden fühlt sich Josef Ferstl besonders wohl. Vor zwei Jahren holte er auf der berühmten Saslong in Südtirol seinen ersten Weltcup-Sieg. Die Wettkämpfe am Fuße des Langkofels zählen für den Skirennfahrer aber nicht nur deswegen zu den Höhepunkten des Winters. "Ich bin sehr, sehr gerne hier", sagt Ferstl, der Panorama, Essen und Gastfreundschaft der Menschen in den Dolomiten sehr schätzt. "Die Strecke bietet alles und macht unheimlich viel Spaß."

Der Erfolg im Dezember 2017, als Ferstl mit 0,02 Sekunden Vorsprung triumphierte und gar nicht so recht wusste, wie das als Gewinner bei einer Siegerehrung abläuft, war für manchen Beobachter noch eine Eintagsfliege. Schließlich war dem damals 28-Jährigen zuvor nie ein Podestplatz gelungen. Doch gut 15 Monate später jubelte Ferstl wie einst schon sein Vater auch in Kitzbühel als Sieger.

Spätestens damit hat sich das Leben für ihn verändert. "Der ein oder andere kennt dich jetzt im Biergarten. Der Respekt und die Anerkennung ist mehr geworden", berichtet der inzwischen 30 Jahre alte Siegsdorfer, sagt aber auch: "Ich bin immer noch der Pepi und habe meine Freunde, da bin ich kein anderer Mensch geworden." Auch durch zwei Weltcup-Siege im Super-G nicht.

Bodenständig bleiben, das ist dem Sportler vom SC Hammer wichtig. Die positiven Kommentare von Fans, Kollegen und Konkurrenten tun ihm aber gut. Daraus macht Ferstl keinen Hehl. "Wir sind vor vier, fünf Jahren noch mit dem Rücken zur Wand gestanden. Inzwischen wird man wahrgenommen und bekommt mehr Respekt. Das haben wir uns erarbeitet. Nicht nur ich, das ganze Team, alle zusammen."

Quelle: chiemgau24.de

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mw (mit Material von dpa)

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