Comeback im Slalom

Neureuther startet in Levi: "Der Rücken hält"

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Felix Neureuther wird beim alpinen Ski-Weltcup in Levi sein Comeback geben.

Gällivare - Felix Neureuther wird am Sonntag beim Slalom in Levi nach langer Verletzungspause seinen Einstand in die Weltcup-Saison geben - bremst aber die Erwartungen.

Auf eisglatter Straße inmitten der finnischen Wälder schlitterte Felix Neureuther im Stile eines Langläufers dahin. „Bin auf dem Weg nach Levi“, lautete bei Facebook seine spaßige Video-Botschaft. Dort steigt der 30 Jahre alte Slalom-Vizeweltmeister am Sonntag (10.00/13.00 Uhr) nach wochenlangem Kampf gegen seine anhaltenden Rückenbeschwerden endlich wieder ins Renngeschehen ein.

Um vor seinem heiß ersehnten Comeback im Ski-Weltcup kein Risiko einzugehen, hat Neureuther am Donnerstag und Freitag aber noch einmal zwei Tage Pause gemacht. „Um den Rücken zu schonen“, wie er vor der Fahrt vom schwedischen Gällivare ins 260 Kilometer entfernte Levi in Finnland betonte. Gerade einmal acht Tage Training am nördlichen Polarkreis müssen genügen. „Es waren sehr intensive Tage für mich - von null auf 100. Für meinen Rücken war dies eine ziemliche Herausforderung. Aber ich merke, dass der Rücken hält“, sagte Neureuther dem SID.

Der Rennläufer aus Partenkirchen ist glücklich, er ist in seinem Element. Allzu große Erwartungen will er angesichts seiner Veletzungsmisere, die ihn seit Jahren begleitet, aber nicht aufkommen lassen - auch wenn der neue, alte DSV-Cheftrainer Mathias Berthold seinem Vorzeigefahrer durchaus „eine Topplatzierung“ zutraut: „Der Felix braucht nicht viel, um in Form zu kommen.“ Da stimmt Neureuther durchaus mit seinem Coach überein - dennoch bremst er: „Ich brauche noch meine Zeit. Für mich fängt die Saison im Endeffekt erst im Dezember oder Januar so richtig an“, sagte Neureuther, der im vergangenen Winter vier Rennen gewann und in der Slalom-Wertung Platz zwei belegte.

Noch fehle „das Spielerische, das Selbstverständliche. Ich brauche erst wieder das volle Vertrauen in meinen Rücken. Damit habe ich am meisten zu kämpfen“, betonte Neureuther vor seinem ersten Saisoneinsatz: „Ich stapel erst einmal lieber tief. Derzeit bin ich bei etwa 70 Prozent meiner Leistungsfähigkeit.“ Ziel sei es nach seinem spektakulären Sturz in Levi im vergangenen Winter, „eine Flugrolle zu vermeiden, dafür aber möglichst viele Punkte einzufahren“.

Nach einem verkorksten Sommer mit einem Bandscheibenvorfall hat Neureuther wieder „viel Lust“ auf seinen Job: „Was gibt es Schöneres? Minus 13 Grad, und der Schnee glitzert. Super. Der Akkustand ist sehr gut.“ Jammern ist sowieso nicht sein Ding: „Jeder Rückschlag hat auch etwas Positives. Es ist im Moment noch ein bisschen ein Kampf, aber den werde ich schaffen.“ Ziele will er sich erst einmal nicht stecken - auch nicht für die Ski-WM in Vail/Colorado im Februar. „Darüber habe ich mir überhaupt noch keine Gedanken gemacht. Ich muss erst mal wieder auf den Speed des letzten Winters kommen. Das ist das oberste Ziel, um dann wieder da hinzukommen, wo ich auch hingehöre.“ Mindestens auf das Podium.

Dort stand Fritz Dopfer beim Auftakt in Sölden im Riesenslalom schon, als er hinter dem überragenden Marcel Hirscher (Österreich) Zweiter wurde. Auch in Levi ruhen nun einige Hoffnungen auf dem 27-Jährigen aus Garmisch. Neureuther sieht die interne Konkurrenz auf jeden Fall positiv. Im Training würden alle „richtig Gas geben. Es ist wichtig für mich, dass ich gefordert werde und man sich richtig pushen kann.“

SID

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