Simoncelli im Sarg mit Glasdeckel aufgebahrt

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Italien nimmt Abschied von Marco Simoncelli.

Coriano - Tausende Fans haben seit Mittwoch in Coriano Abschied vom tödlich verunglückten Motorrad-Piloten Marco Simoncelli genommen. Der Italiener lag im Sarg mit Glasdeckel und war sportlich gekleidet.

Die Besucher der Aufbahrungshalle im Wohnort des ehemaligen Weltmeisters nahmen lange Wartezeiten in Kauf, um noch einmal einen Blick auf den Italiener werfen zu können. Simoncellis Leiche war in einem Sarg mit Glasdeckel ausgestellt worden, der 24-Jährige trägt T-Shirt und Jeans - so wie er im Alltag zu tun pflegte. Hinter dem Sarg standen zwei Motorräder und ein großes Foto Simoncellis.

Auch zum Begräbnis am Donnerstag um 15.00 Uhr werden Tausende Besucher in dem Dorf nahe der Adria-Stadt Rimini erwartet. Auf dem Kirchplatz stehen Bildschirme für eine Live-Übertragung. Auf der Rennstrecke in Misano wurden ebenfalls Monitore plaziert, damit auch Fans die Trauerzeremonie verfolgen können. Der Gottesdienst wird von Italiens öffentlich-rechtlicher TV-Anstalt RAI übertragen. Zugang zur Kirche haben nur Familienangehörige, die Mitglieder von Simoncellis Team Gresini-Honda sowie Sportler und Vertreter der städtischen Behörden.

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Zum Begräbnis kommen Dutzende Sportler, darunter Simoncellis guter Freund Valentino Rossi. Der neunmalige Weltmeister wird in den vordersten Reihen der Kirche bei den Eltern des Verunglückten sitzen. Die Aufbahrungshalle besucht hatte auch Starpilot Marco Melandri. „Ich bin gekommen, um von einem Freund Abschied zu nehmen. Diese Tragödie hat die Welt des Motorsports vereint“, sagte Melandri. „In Zukunft hoffe ich, dass die Piloten mehr daran denken werden, dass sie Rivalen, aber auch Freunde sind“, sagte Aldo Gandolfo, Sprecher des Gresini-Teams.

sid

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