Abschluss der Bahnrad-Wettbewerbe

Silber für Levy - Vogel vorbei an Bronze

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Maximilian Levy holt sich Silber im Keirin

London - Maximilian Levy hat mit einer starken taktischen Vorstellung den deutschen Bahnradfahrern die dritte Olympia-Medaille eingefahren. Kristina Vogel schrammt an Bronze vorbei.

Am letzten Abend der Bahnrad-Wettbewerbe in London unterlag Maximilian Levy im Keirin nur dem britischen Volkshelden Chris Hoy, der bei seinen letzten Spielen sein insgesamt sechstes Olympia-Gold gewann und damit erfolgreichster Olympionike des Königreichs ist.

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Gold, Silber, Bronze - die deutschen Medaillengewinner bei Olympia 2012

Zuvor war Teamsprint-Olympiasiegerin Kristina Vogel an einer weiteren Medaille vorbeigefahren. Im kleinen Finale um Bronze war die Chinesin Guo Shang zweimal zu stark. Vogel wäre die erste deutsche Radsportlerin mit zwei olympischen Medaillen auf der Bahn gewesen. Guo hatte fünf Tage zuvor im Endlauf des Teamsprints durch einen Wechselfehler Vogel und Miriam Welte zu Gold verholfen.

Für Levy begann der sogenannte Kampfsprint nach Wunsch, souverän und mit bestechender Rennübersicht löste er seine erste Aufgabe und auch der Finaleinzug gelang ohne Zittersekunde. Im Endlauf verhielt Levy sich dann ähnlich geschickt wie bei der WM im April in Melbourne, als ihm Hoy nur um Millimeter den Titel wegnahm. Levy holte damit die erste Medaille im Keirin seit Jens Fiedler in Sydney im Jahr 2000.

Levy setzte auch auf die gute Beziehung zum Londoner Oval, auf dem er bereits beim Weltcup im Februar gut zurechtgekommen war. „Ich weiß, dass die Bahn mir liegt. Das ist schon ein gutes Omen, wobei das natürlich nicht ausreicht“, hatte er gesagt. Vielmehr war auch eine kräftige Portion taktisches Geschick nötig. Mit „Köpfchen“ und „Verstand“ müsse man im Keirin fahren.

Levy demonstrierte dies überzeugend und sorgte für ein insgesamt gutes Abschneiden des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). In acht Disziplinen gingen Deutsche auf der Bahn an den Start, dreimal gab es Edelmetall.

Vogel, mit Miriam Welte schon Teamsprint-Olympiasiegerin der Londoner Spiele, hatte bis zum Halbfinale keine Schwäche gezeigt. Bundestrainer Detlef Uibel war darüber schon hoch zufrieden. „Alles, was sie jetzt noch macht, ist Kür“, sagte er. Und dennoch musste er Vogel nach dem verlorenen Rennen um Bronze in den Arm und trösten. „Im Moment ist die Freude über Gold ein wenig getrübt“, sagte Vogel, „aber hey, ich bin 21 und Olympiasiegerin.“

Vom Sprecher aufgefordert, das „Dach aus den Angeln zu heben“, wollten die Zuschauer anschließend „Queen“ Victoria Pendleton noch zu Gold schrein. Doch die Britin patze wie schon im Teamsprint, als sie durch einen Wechselfehler den Deutschen die Bahn in den Endlauf frei gemacht hatte. Im Einzel-Finale wurde sie im ersten Lauf wegen Behinderung zurückgesetzt, im zweiten dann sprintete Anna Meares aus Australien überlegen zum Olympiasieg.

sid

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