Wie ein Sieg

Rebensburg Dritte in Ofterschwang

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Viktoria Rebensburg hat sich mit dem dritten Rang beim alpinen Weltcup in Ofterschwang den fünften Podestplatz in dieser Saison gesichert.

Ofterschwang - Viktoria Rebensburg hat sich mit dem dritten Rang beim alpinen Weltcup in Ofterschwang den fünften Podestplatz in dieser Saison gesichert.

Viktoria Rebensburg zeigte beide Fäuste, dann schnallte sie ihre Skier ab und riss sie jubelnd in die Luft. Es war die Pose einer Siegerin - doch zum angestrebten Hattrick reichte es für die Olympiasiegerin am Ofterschwanger Horn dann doch nicht. Nach den beiden Triumphen im Allgäu vor einem Jahr musste sich die 23-Jährige im Riesenslalom diesmal mit Platz drei begnügen. Denn nachdem Rebensburg den Zielraum unter dem Applaus der Fans verlassen hatte, kamen noch Tina Maze und Anna Fenninger - und beide waren schneller. Fenninger holte 0,44 Sekunden vor Maze Saisonsieg Nummer drei, Maze wurde Zweite vor Rebensburg (+0,96).

„Ich bin zufrieden, das ist ein gutes Ergebnis für mich“, sagte Rebensburg nach ihrer fünften „Stockerl“-Fahrt in diesem Winter. Die vergangenen Wochen seien für sie „nicht ganz einfach gewesen“. Bei der WM in Schladming/Österreich im Februar belegte die Mitfavoritin nach einem Sturz von Rückenschmerzen geplagt nur Platz elf. Dann, in Garmisch-Partenkirchen, fuhr sie zwar drei Mal in die Top 10, aber sie wollte mehr. „Ich habe einfach nicht so fahren können wie ich es gewollt hätte“, sagte sie rückblickend. Der dritte Platz im Allgäu fühlte sich deshalb für Rebensburg wie ein kleiner Sieg an.

„Ein Podium ist immer gut“, sagte sie mit einem Lächeln, und gab selbstkritisch zu, sie könne „natürlich besser skifahren.“ Das galt vor allem für ihre Vorstellung im ersten Lauf. Nach einem Fehler im oberen Teil „habe ich schon mal kurz gedacht, dass es vorbei ist mit dem Rennen“, sagte sie. Rebensburg fing sich, ritt wild über die vielen schwierigen Wellen, die sie „extreme Schnapper“ nannte, und belegte Platz drei, den sie im Finale behauptete.

Mit den Wellen hatten viele Läuferinnen ihre Probleme. Die Finnin Tanja Poutiainen stürzte im ersten Durchgang schwer und musste mit dem Helikopter geborgen werden. Die Olympia-Zweite von 2006 hat sich wohl schwerer am linken Knie verletzt. Maria Höfl-Riesch kam durch, das immerhin, fiel im Finale aber von Platz sieben noch auf Rang 16 zurück. Zweitbeste Deutsche war Veronique Hronek (Unterwössen), die als Zehnte ihr bestes Riesenslalom-Ergebnis holte. Simona Hösl aus Berchtesgaden belegte Rang 27.

Maze setzte indes mit ihrer achten Podestfahrt im achten „Riesen“ des Winters eine neue Bestmarke. „Ich habe eine unglaubliche Saison. So weiterzufahren, ist unglaublich schwierig. Aber jedes Mal, wenn ich am Start stehe, versuche ich, mich perfekt zu motivieren“, sagte sie. Mit 21 „Stockerl“-Plätzen fehlt Maze noch eine Fahrt unter die Top drei zum Rekord von Hermann Maier aus der Saison 1999/2000 - bei noch fünf Rennen sollte sie auch diese Marke knacken. „Ich bin schon ein bisschen müde, aber ich kämpfe weiter“, sagte sie.

SID

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