Ganz schön eklig!

Schwimmer-Training im "Entenklo"

Enten kreuzen die Strecke der Schwimmer auf dem Serpentine Lake im Hyde Park

London - In der Badehose sammelt sich der Dreck: Beim einzigen Training der deutschen Langstreckenschwimmer vor den beiden 10-Kilometer-Rennen bestätigen sich die Befürchtungen.

„Das hier ist ein Entenklo“ sagte Nikolai Evseev, Trainer und Ehemann von Angela Maurer am Donnerstag in London, keine 24 Stunden vor dem Rennen der 37-jährigen Mainzerin im Serpentine Lake. Sie musste ihr Training im Hyde Park wegen eines Schwans auf der Strecke kurz unterbrechen. „Die sind ja nicht ganz ungefährlich, die Viecher“, sagte sie.

Olympia skurril: Die ungewöhnlichsten Fotos aus London

Olympia skurril: Die ungewöhnlichsten Fotos aus London

Maurer war 2008 Olympia-Vierte geworden. „Ich werde versuchen, um eine Medaille zu kämpfen. Wenn die Chance da ist, werde ich sie ergreifen.“ Topfavoritin Kerry Anne Peyne soll endlich die erste britische Schwimm-Medaille dieser Spiele holen und damit das millionenschwere Schwimm-Programm der Gastgeber rechtfertigen.

Topfavorit Thomas Lurz soll am Freitag endlich für die erste deutsche Schwimm-Medaille dieser Spiele sorgen. Als Retter sieht er sich aber keineswegs. „So richtig schlecht war es ja nicht.“ Dem Rekord-Weltmeister fehlt nur noch Olympia-Gold in seiner Erfolgssammlung. „Diesmal habe ich es verdient.“ Andere seien aber auch gut. „Ich bin ja nicht der Übergott“, sagte Lurz und duschte sich nach dem Training sofort ab, um keinen Durchfall zu riskieren.

In seiner Badehose hatte sich dunkler Dreck abgelagert. „Schaut mal da“, kommentierte der 32-Jährige und zeigte auf Sedimente von Algen und Tierkot. Die offiziell angegebenen 21 Grad Wassertemperatur wollte Lurz nicht glauben: „Das sind knapp 20.“

dpa

Kommentare