Sanchez gewinnt neunte Etappe - Voeckler in Gelb

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Luis Leon Sanchez holte den Tagessieg

Saint-Flour - Der französische Radprofi Thomas Voeckler ist am Sonntag auf der neunten Tour-Etappe hinter Luis Leon Sanchez ins Gelbe Trikot gefahren. Alexander Winokurow verletzt sich schwer.

Am Ende des 209 Kilometer langen Teilstücks von Issoire nach Saint-Fleier reichte dem 32-Jährigen vom Team Europcar Platz zwei hinter Luis Leon Sanchez (Spanien/Rabobank). Für den Spanier war es der dritte Etappen-Sieg seiner Karriere bei der Tour. Dritter wurde Sandy Casar (Frankreich/Francaise des Jeux).

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

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Voeckler übernahm die Gesamtführung von Norwegens Weltmeister Thor Hushovd vom Team Garmin-Cervelo, der das Gelbe Trikot zuvor sechs Mal erfolgreich verteidigt hatte.

Überschattet wurde die Etappe von den schweren Verletzungen von

Alexander Winokurow (Kasachstan/Astana) und Jurgen Van den Broeck (Belgien/Omega Pharma-Lotto). Bei einem Massensturz auf der neunten Etappe in der Abfahrt vom Col du Pas de Peyrol zog sich Winokurow, der am Samstag auf der achten Etappe kurz vor dem Tagessieg gestanden hatte, einen Oberschenkelbruch zu. Der Kasache war im Zuge des Crashs einen nicht gesicherten Abhang hinuntergestürzt.

Der als Kandidat für einen Podestplatz gestartete Van den Broeck, Teamkollege des deutschen Top-Sprinters Andre Greipel (Rostock), zog sich einen Bruch des Schulterblatts zu. Außerdem erlitt er ein Thoraxtrauma und Rippenbrüche.

Auch der Deutsche Andreas Klöden (Mittweida/RadioShack) kam zu Fall. Er konnte zwar das Rennen sofort wieder aufnehmen, musste später jedoch wegen starker Rückenschmerzen ins Krankenhaus. Zuvor hatte es bereits Titelverteidiger Alberto Contador (Spanien/Saxo Bank) erwischt, der aber glimpflich davon kam.

Ebenfalls ausscheiden mussten dagegen nach dem Sturz David Zabriskie (USA/Garmin-Cervelo) mit einem gebrochenen Handgelenk und Frederik Willems (Belgien/Omega Pharma-Lotto) mit einem Schlüsselbeinbruch. Das Peloton reduzierte nach dem Vorfall für einige Zeit deutlich das Tempo.

Am Montag steht der erste Ruhetag bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt auf dem Programm.

SID

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