Rugby-Regelkunde: Union, Scrum und Ellis

+
Rugby gilt als die härteste Ballsportart der Welt

Leipzig - Am 9. September startet die Rugby-WM in Neuseeland. Zeit die wichtigsten Grundregeln dieser harten Sportart vorzustellen 

Grundregeln: Gespielt wird bei der WM nach den Regeln der Rugby Union , also mit 15 Feldspielern. Andere Varianten wie Rugby League (13) oder das künftig olympische 7er-Rugby (7) haben weniger Feldspieler.

Spielziel: Wer die meisten Punkte erzielt, gewinnt das Spiel. Punkte gibt es, wenn der eiförmige Ball durch das H-förmige Tor geschossen oder in der Endzone, dem sogenannten Malfeld, abgelegt wird.

Spielfeld: Eine genaue Größenregelung gibt es offiziell nicht. Das Spielfeld darf lediglich eine Länge von 100 Metern sowie eine Breite von 70 Metern nicht überschreiten. Die Malfelder an beiden Enden des Spielfeldes müssen eine Länge zwischen 10 und 22 Metern haben. Demzufolge ist das gesamte Spielfeld maximal 144 Meter lang.

Spielzeit: Ein Spiel dauert 80 Minuten. Zwischen den beiden 40 Minuten dauernden Halbzeiten wird eine Pause von zehn Minuten anberaumt.

Punkte: Legt eine Mannschaft den Ball im Malfeld habt, erhält sie fünf Punkte. Durch eine erfolgreiche Erhöhung, ein Kick zwischen den Pfosten des Tores hindurch, bringt weitere zwei Punkte. Ein erfolgreich verwandelter Strafkick nach einem Regelverstoß bringt ebenso drei Punkte wie ein Dropkick aus dem Spiel heraus.

Scrum: Der Scrum, im Deutschen auch Gedränge genannt, erfolgt nach kleineren Regelverstößen. Acht Spieler eines Teams bilden einen engen Verbund aus drei Reihen, die jeweils ersten Reihen eines Teams verbinden sich mit dem Gegner und der Ball wird seitlich in das Gedränge geworfen. Durch Druck des Verbundes soll der Gegner vom Ball weg gedrängt werden.

Passrichtung: Grundsätzlich darf der Ball nur nach hinten gepasst werden. Nach vorne darf der Ball nur gekickt werden.

Line-out: Die Gasse kommt immer dann zustande, wenn der Ball ins Aus gespielt wurde. Beide Mannschaften stellen sich gegenüber und ein Spieler des Teams, das den Ball nicht ins Aus befördert hatte, wirft das Spielgerät gerade in die Mitte der Gasse.

William Webb Ellis: Der 1872 verstorbene Brite gilt als Gründervater der Sportart Rugby. Die Siegertrophäe der WM, der Webb-Ellis-Pokal, ist nach ihm benannt.

dapd

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare