Größter Vorsprung der Turniergeschichte

Rory McIlroy gewinnt PGA Championship

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Rory McIlroy hat die PGA Championship gewonnen

Kiawah Island/Boston - Rory McIlroy hat als erster Nordire die PGA Championship gewonnen. Sein Vorsprung ist der größte der Turniergeschichte. Marcel Siem und Tiger Woods hinken hinterher.

Der „Celtic Tiger“ fuhr die Krallen aus, setzte zum Sprung an und machte reiche Beute: Der nordirische Golfprofi Rory McIlroy feierte bei der 94. PGA Championship auf Kiawah Island/Ohio mit dem Rekord-Vorsprung von acht Schlägen nicht nur seinen zweiten Major-Triumph. Als besonderes Schmankerl gab es zum Preisgeld von 1,2 Millionen Euro noch den Spitzenplatz in der Weltrangliste oben drauf.

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„Das ist einfach unglaublich. Ich hatte schon vor Beginn des Turniers ein gutes Gefühl. Aber davon konnte ich nur träumen“, sagte der 23-Jährige, der den Engländer Luke Donald als Branchenführer abgelöst hat. Zuvor hatte er im Vorjahr die US Open gewonnen - ebenfalls mit einem Vorsprung von acht Schlägen.

„Er ist sehr gut. Wir alle wissen, was er für Talent hat“, sagte der viermalige Turniersieger Tiger Woods (USA), der in diesem Jahr auf dem geteilten elften Rang landete. Der Superstar der Szene war selbst rund vier Monate älter als McIlroy heute, als er 1999 bei der PGA Championship seinen zweiten von bisher 14 Major-Erfolgen perfekt machte.

Fieberte McIlroy damals als Zehnjähriger noch vor dem Fernsehschirm mit, distanzierte er sein damaliges Idol bei der jüngsten Ausgabe des mit 8,0 Millionen Euro dotierten Majors um elf Schläge. Dennoch hebt der Freund der dänischen Tennisspielerin Caroline Wozniacki nicht ab. „Ich will einfach weiter hart arbeiten und trainieren“, sagte er mit den zuletzt wechselhaften Leistungen im Hinterkopf.

Nach seinem Triumph beim US-Turnier in Palm Beach/Florida im März und dem erstmaligen Sprung an die Weltranglistenspitze krankte es bei McIlroy an der Konstanz. Bei den US Open scheiterte der Titelverteidiger gar am Cut, bei den British Open langte es lediglich zum geteilten 60. Rang. Da dürfte der bärenstarke Auftritt an der Stätte des größten Erfolgs von Martin Kaymer (Mettmann), der das Turnier 2010 gewonnen hatte und dieses Jahr bereits am Cut scheiterte, wie ein Befreiungsschlag wirken.

Denn nach den zuletzt dürftigen Auftritten machte sich Skepsis breit. Ob sein Arbeitsethos oder sein Liebesleben - die Kritik an seiner Person nahm kein Ende. „Ich denke nicht, dass ich eine bessere Antwort hätte geben können. Und um ehrlich zu sein, es hat mich motiviert. Ich wollte rausgehen und es einigen Leuten zeigen. Und das habe ich getan“, sagte McIlroy.

sid

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