Rodman pflegt Bad-Boy-Image vor Hall-of-Fame-Aufnahme

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Dennis Rodman pflegt sein Bad-Boy-Image auch nach seiner Karriere.

Springfield - „Bad Boy“ Dennis Rodman wurde seinem Ruf vor seiner feierlichen Aufnahme in die Hall of Fame der weltbesten Basketballer wieder mal gerecht.

Bei der Pressekonferenz in Springfield/Massachusetts am Tag vor den Feierlichkeiten in der Nacht zum Samstag dankte der fünfmalige NBA-Champion Eddie Vedder, Sänger der Grungerock-Band Pearl Jam, der Rockgruppe Mötley Crue und „diesem Typen Stern, der mich Freitagabend besuchen wird“. Damit meinte er allerdings nicht NBA-Commissioner David Stern, sondern TV-Moderator Howard Stern.

Mit dunkler Sonnenbrille, Ed-Hardy-Mütze und rotem Schal sonnte sich Dennis „The Menace“ in der Aufmerksamkeit der Medien und ließ die Aufnahme der anderen neun Mitglieder der „Klasse von 2011“ in die Ruhmeshalle des Basketballs fast zur Nebensache werden. Neben Rodman und dem zweimaligen Olympiasieger Chris Mullin darf sich unter anderem auch Trainer-Legende Tex Winter über die Aufnahme freuen.

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Winters Sohn Chris allerdings war nicht begeistert über die illustre Gesellschaft seines Vaters: „Ich weiß nicht, was schockierender ist, dass sie Tex nicht schon vor 30 Jahren aufgenommen haben oder dass sie Dennis nicht noch 30 Jahre haben warten lassen.“ Bereits die Entscheidung über die Aufnahme von Rodman hatte vor einigen Monaten für viel Kritik gesorgt.

Bei allen Eskapaden und Aussetzern - die sportlichen Leistungen Rodmans waren außergewöhnlich, auch wenn diese erst spät gewürdigt wurden. So hängten die Detroit Pistons, Rodmans erster NBA-Klub, dessen Trikot erst unmittelbar vor Bekanntgabe der Aufnahme in die Ruhmeshalle unter das Dach ihrer Arena, die Rückennummer 10 wird in Zukunft nicht mehr vergeben. 1989 und 1990 gewann „The Worm“ (Der Wurm) mit den Pistons die Meisterschaft, mit den Chicago Bulls holte Rodman zwischen 1996 und 1998 drei weitere Titel. Sieben Spielzeiten in Folge zwischen 1992 und 1998 war er bester Rebounder der Liga.

SID

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