Die Jagd nach dem kleinen Ball

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Vier Top-Teams treten bei der Polo-Trophy in Oberursel an.

Oberursel – Mehrere tausend Besucher kamen 2011 zum ersten Polo-Turnier nach Oberursel. Und weil die Resonanz so gut war, wird die deutschlandweite Polo-Tour künftig jedes Jahr in den Taunus kommen – auch dieses Jahr wieder. Für die Zuschauer gibt es allerdings eine Änderung.

Von Freitag, 17., bis Sonntag, 19. August, werden vier Top-Teams in Oberursel gegeneinander spielen. „Das Turnier im vergangenen Jahr wurde sehr gut angenommen,“ sagt Sandra Hülsmann, Sprecherin der Privatbank Berenberg aus Hamburg, die das Turnier präsentiert. Insgesamt kamen 4500 Besucher. Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit ebenso vielen Polo-Freunden.

Da das Interesse groß ist, wird Oberursel wohl fest in den jährlichen Polo-Tour-Kalender aufgenommen. „Vorher gab es im Rhein-Main-Gebiet keine Polo-Turniere“, sagt Hülsmann. Für die ehemalige Hessentagsstadt habe man sich bewusst entschieden, um im Rhein-Main-Gebiet präsent zu sein. Außerdem gebe es in der Region viele Pferdebegeisterte, sagt Sprecherin Sandra Hülsmann.

Auf dem Polo-Platz an der Niederstedter Straße wird dann auch ein Frankfurter antreten: Micky Keuper. Der 54-Jährige war im vergangenen Jahr nicht in Oberursel dabei, freut sich deshalb auf die Teilnahme in diesem Jahr. „Ich hoffe, dass der Polo-Sport in der Region so wieder belebt wird“, sagt Keuper. Das Interesse der Zuschauer sei auf jeden Fall da, meint der Polo-Spieler. An diesem Wochenende wird er sich erstmals den Platz in Oberursel anschauen.

Für die Zuschauer gibt es eine grundlegende Änderung. Während der Besuch der Trophy im vergangenen Jahr noch kostenlos war, kostet das Ticket in diesem Jahr fünf Euro, Familien zahlen zehn. Dass 2011 alle kostenlos zuschauen durften, war eine Ausnahme, um die Leute an den Polo-Sport heranzuführen, sagt Sandra Hülsmann. Auch bei allen anderen deutschen Turnieren werde Eintritt erhoben, allerdings mehr als in Oberursel, so die Sprecherin der Bank. In Düsseldorf koste das Ticket beispielsweise zehn Euro pro Person.

Dass nun überhaupt Eintritt verlangt werde, begründet Hülsmann damit, dass „die Kosten für Logistik und ähnliches gedeckt sein müssten“. Eine weitere Preissteigerung für nächstes Jahr sei nicht geplant.

Wer genug Geld übrig hat und die Spiele in edlerem Ambiente genießen möchte, kann sich ein VIP-Ticket kaufen. Für 240 Euro pro Tag kann man dann die Spieler auf ihren Pferden vom VIP-Zelt oder der zugehörigen Terrasse aus beobachten, ein Glas Champagner in der Hand. Für 1320 Euro hingegen gibt es einen Tisch für sechs Personen – Fünf-Sterne-Menü inklusive.

Alle weiteren Informationen rund um das Turnier in Oberursel gibt es im Internet auf der Seite www.polo-tour.de. jule

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