Zwei Teams fausten nach einem Ziel

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Voller Einsatz in der Abwehr: Marvin Dunkel von der TG Offenbach springt nach dem Faustball. Spielertrainer Michael Marschall beobachtet die Aktion.

Offenbach/Dieburg – Sie springen nach dem Ball und schlagen ihn mit der Faust. Dynamisch, akrobatisch und oft spektakulär ist das Spiel der Faustballer. Dennoch kennen nur wenige die Ballsportart, in der Deutschland neunfacher Weltmeister ist. Am Wochenende wollen zwei Teams aus der Region in die zweite Bundesliga aufsteigen. Von Andreas Einbock

Für die Mannschaft der TG Offenbach sind die Aufstiegsspielen keine neue Erfahrung. „Wir wollen aufsteigen“, sagt Marian Horn und ergänzt: „Das ist unser dritter Anlauf. Wir sind jedes Jahr besser geworden. Und aller guten Dinge sind ja drei.“ Der TGO-Kapitän fährt mit seinem Team als ungeschlagener Hessenmeister nach Ludwigshafen. Die 14 Siege relativiert Horn aber. „Das bedeutet nicht wirklich viel, da es in unserer Liga momentan nur zwei wirklich gute Teams gibt.“ Das Team aus Weisel gelte als stärkster Gruppengegner und wartet gleich im Auftaktspiel.

Matthias Klenk setzt zum Schlag an.

Hoffnung dürfte das gute Zusammenspiel mit den Neuzugängen vom TGS Seligenstadt sein. Markus und Matthias Wolf sowie Sebastian Gronau haben das Team sowohl im Angriff als auch im Zuspiel und der Abwehr stabilisiert und offenbar die Abgänge von Morten Stürzer und Max Illner schnell kompensiert.

Zusätzliche Trainingseinheiten

Die spielen inzwischen beim Rivalen und zweiten Aufstiegsaspiranten TV Dieburg, der in der zweiten Gruppe spielen wird und ebenfalls ein klares Ziel hat. „Wir fahren da hin, um aufzusteigen“, sagt Matthias Klenk. Der Schlagmann, der bereits Bundesligaerfahrung hat, reist zwar in Bestbesetzung aber auch mit Sorgen um die Spielabstimmung im Team an. „In der Spielrunde hat das Zusammenspiel nicht so reibungslos funktioniert. Da müssen wir geschlossener auftreten“, so Klenk.

Deutlich wurde das nicht nur bei den drei Saisonniederlage, von denen es zwei gegen die Offenbacher gab. Eine zusätzliche Trainingseinheit habe das Defizit reduziert, sagt Klenk, der die Mannschaft vom TV Bretten als stärksten Gruppen . Das Training haben sie auf zwei Einheiten pro Woche erhöht. Zudem haben einige am Mittwoch Anschauungsunterricht beim Länderspiel Deutschland gegen Brasilien in Pfungstadt genommen, wo mit dem TSV der amtierende deutsche Meister spielt.

Dieburg und Offenbach könnten im Halbfinale aufeinandertreffen. Besser wäre aber erst das Finale. Dann wären unabhängig vom Ergebnis beide aufgestiegen.

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