Nach Niederlage gegen Karlsruhe

FSV: „Wir müssen wieder auf Niveau kommen!“

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FSV-Spieler Odise Roshi (links) im Zweikampf mit Hiroki Yamada vom Karlsruher SC.

Frankfurt – Der FSV Frankfurt  hat den Start in die neue Zweitliga-Saison völlig verpatzt. Dem 1:2 von Heidenheim folgte ein 2:3 vor 6738 Zuschauern zum Heimauftakt gegen den Karlsruher SC. Von Manfred Schäfer.

Trainer Benno Möhlmann hat seine Ankündigung wahr gemacht und der Truppe, die in Heidenheim versagt hat, die Chance zur Wiedergutmachung gegeben. Nur der gesperrte Manuel Konrad fehlte. Für ihn kam Odise Roshi in die Mannschaft. Doch die Spieler nutzten diese Chance nicht. Chaos in der Abwehr, schwaches Aufbauspiel im Mittelfeld und keine Durchschlagskraft im Angriff. So präsentierten sich die Bornheimer den eigenen Fans. Und einen bekamen sie überhaupt nicht in Griff: Ilian Micanski, der in der Saison 2011/2012 mit seinen Toren dem FSV half die Klasse zu halten, traf gleich dreimal gegen die alten Kumpels. Da nutzte es auch wenig, dass ein Ex-Karlsruher die FSV-Tore erzielte. Eddy Kapllani war zweimal erfolgreich und meinte enttäuscht: „Meine zwei Tore wären schöner gewesen, wenn wir heute einen Punkt geholt hätten. Aber leider haben wir verloren. Nach dem 2:3 haben wir noch mal Hoffnung geschöpft, aber es sollte nicht sein. Karlsruhe war heute das bessere Team und sie haben auch verdient gewonnen.“ Der Meinung war auch Trainer Benno Möhlmann: „Insgesamt war es verdienter Sieg des KSC.“

Trainer erschüttert über die Leistung

Er war aber auch ziemlich erschüttert über die Leistung seiner Mannschaft, vor allem in der ersten Hälfte: „Ich bin konsterniert, dass solches Fehlverhalten, wie wir es in der ersten Halbzeit gezeigt haben, in der zweiten Bundesliga passieren kann. Diese Missverständnisse im Abwehrverbund kann man als Trainer nicht akzeptieren und sind für mich unerklärlich. Wir können froh sein, dass wir nach dieser ersten Halbzeit mit einem Tor Unterschied noch im Rennen waren.“ Aber seine Mannschaft war auch in der zweiten Hälfte kaum besser. Nur der eingewechselte Denis Epstein sorgte für etwas Gefahr. Deshalb war auch Sportchef Uwe Stöver total enttäuscht: „Wir haben den Gegner zum Tore schießen eingeladen. Das Ergebnis, das muss man ganz offen sagen, täuscht ja noch über den Spielverlauf hinweg. Es hätte durchaus noch höher ausfallen können. Wir müssen jetzt einfach schauen, dass wir auf Niveau kommen.“ Vielleicht hilft dabei ja, dass die zweite Liga am nächsten Wochenende durch die erste Pokalrunde unterbrochen wird. Vielleicht kann sich die Mannschaft ja am Samstag (20.30 Uhr) in Siegen Selbstvertrauen für die nächsten schweren Aufgaben holen.

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