Wohnzimmer-Training im Handumdrehen

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Hände an die Griffe: Im Frankfurter Lokal „Labor“ startet der erste Frankfurter Tischfußball-Verein in seine erste Saison überhaupt.

Frankfurt – Tischfußball erfreut sich überall in Deutschland stetig wachsender Beliebtheit. Auch in Frankfurt. Nachdem sich vergangenes Jahr der erste Tischfußball-Verein gegründet hat, blicken die Kicker vom Main mit Spannung ihrer ersten Saison entgegen. Von Dirk Beutel

Frankfurts Tischfußball-Szene hat einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Seit der Gründung des 1. TFC Frankfurt am 23. Mai 2011 steht die zehnköpfige Mannschaft jetzt in den Startlöchern für ihre erste Saison in der frisch gegründeten Bezirksliga Hessen Süd. „Wir wollten unbedingt unsere Aufbruchsstimmung mit in den Rundenstart nehmen“, sagt Roberto Vasquez Angel. Er hat zusammen mit Frank Wuttig den Verein gegründet.

Zum Trainieren muss bis jetzt noch Wuttigs Wohnzimmer herhalten, doch das soll sich bald ändern: „Wir sind auf der Suche nach einem festen Trainingslokal. Neue Räume haben wir uns schon angeschaut, aber in Frankfurt was zu finden ist oberschwer“, sagt Wuttig.

Als Spielort für die Rundenbegegnungen dient zurzeit die Bar „Labor“ in der Klappergasse in Frankfurt-Sachsenhausen. Die beheimatet gleichzeitig die Damenmannschaft der Skylinekickers Frankfurt, die im vergangenen Jahr zum ersten Mal Deutscher Meister geworden ist. Zwar auch ein Tischfußball-Verein, der Frankfurt in seinem Namen trägt, der allerdings nur wenig mit der Bankenmetropole gemeinsam hat.

Die acht Kicker-Damen wohnen und arbeiten rund um das Rhein-Main-Gebiet verstreut. Nur ihr offizielles Spiellokal, das „Labor“, ist in Frankfurt ansässig. „Eigentlich waren wir nur einmal dort. Wir brauchten aber einen Treffpunkt, wo wir uns alle treffen konnten“, erklärt Skylinekickerin Nadine Gröschl. Die Damen spielen ihren Meister nämlich an nur einem Wochenende aus. In diesem Jahr treffen am 7. und 8. Juli 16 Mannschaften in Hennef-Uckerath aufeinander.

Davon sind die TFC-Kicker noch ein Stück entfernt. Wuttig und Vasquez Angel wollen mit ihrem Verein aber insbesondere die Szene in Frankfurt beleben: Weg vom Image des Kneipensports.

Am 9. März starten die Frankfurter in ihrer erste Saison. Wuttig ist trotz Vorfreude noch vorsichtig mit Prognosen: „Wir lassen uns erstmal überraschen und schauen, wie es läuft.“ Vasquez Angel ist da etwas mutiger: „Wir haben sicher gute Chancen mitzumischen, schließlich sind da einige Teams dabei, die auch Neulinge sind.“

Der 1. TFC Frankfurt trainiert immer montags und freitags von 18.30 bis 22 Uhr im Marbachweg 123. Mehr Infos auch unter info@tfc-frankfurt.de.

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