Eintracht reist zu den Bayern

Wieder mal Zeit für SGE-Wunder in München

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Training im strömenden Regen: Änis Ben-Hatira (Mitte) setzt sich gegen Bastian Oczipka (rechts) und Carlos Zambrano durch.

Frankfurt – Für die einen ist es die schwerste, für die anderen die leichteste Partie. Trotz ihrer prekären Situation hat die Eintracht morgen bei den Bayern nichts zu verlieren. Und: In der Historie der Auswärtsduelle gab´s zwar wenige, aber immerhin ein paar SGE-Überraschungen in München. Von Oliver Haas

Die Frankfurter Eintracht muss morgen zu den Bayern. Das ist eine fast unlösbare Aufgabe. Auch der lebenswichtige Sieg gegen Hannover 96 hat bei Fans und Kritikern keinesfalls für Hochstimmung gesorgt. Darüber hinaus sind Stefan Reinartz, Slobodan Medojevic sowie und Alex Meier weiterhin verletzt. Auch auf Innenverteidiger Marco Russ muss die SGE verzichten. Der 30-Jährige leidet an Oberschenkelproblemen. Gerade Meier wird schmerzlich vermisst und es ist eine berechtigte Frage, wer überhaupt Tore in München schießen soll. Änis Ben-Hatira brachte gegen Hannover immerhin etwas Offensiv-Schwung in die Partie und auch die Art, wie er das Tor erzwang, könnte ein kleiner Hoffnungsschimmer für kommenden Partien sein. Die Horrorbilanz der SGE bei den Bayern ist es dagegen nicht. In 50 Spielen gab es 38 Mal eine Pleite. Im Hinspiel war die Ausgangslage ähnlich und kaum einer hat damit gerechnet, dass die Eintracht etwas Zählbares in Frankfurt behält, aber am Ende kam es zum sensationellen 0:0 im Stadtwald. Und auch bei den Bayern gab es immer mal wieder Erfolge für die SGE. Der EXTRA TIPP kramte im Archiv und erinnert für das Spiel morgen an mutmachende Auswärtsspiele.

Fjörtofts Lupfer zur Frankfurter Glückseeligkeit

Der bisher letzte Sieg der Eintracht in München datiert vom 18. November 2000. Eintracht-Stürmer Jan-Aage Fjörtoft hatte sich in der Vorsaison beim 5:1 am letzten Spieltag gegen Kaiserslautern durch sein Übersteiger-Tor längst als Eintracht-Legende verewigt. In München sollte er erneut die Herzen der Fans erobern. Nachdem Paolo Sergio die Bayern früh in Führung brachte, gelang Alex Schur kurz vor der Halbzeit das 1:1. Drückend überlegenden Bayern gelang es nicht, den SGE-Abwehrriegel zu knacken. In der 63. Minute lief Fjörtoft dann auf Bayerns Oli Kahn zu und traf in unnachahmlicher Art via Lupfer zum 2:1-Endstand.

Bayern verzweifeln am Torwart-Urgestein

Eigentlich sollte er gar nicht spielen. Wie so oft war Oka Nikolov die Nummer zwei bei der Eintracht. So auch in der Saison 2007/2008. Aber vor dem Spiel in München wurde Stammtorhüter Markus Pröll durch einen grippalen Infekt außer Gefecht gesetzt. Es war außergewöhnlich, was Nikolov dann beim 0:0 auf dem Platz zeigte. 38 Mal flogen die Bällen auf sein Tor. Weltklassespieler wie Luca Toni, Miroslav Klose oder auch Zé Roberto schossen und köpften aus allen Lagen und Richtungen. Sieger blieb stets Oka Nikolov. Schön anzusehen war das Spiel der Eintracht freilich nicht. Trainer Friedhelm Funkel hatte nach der 2:5-Schlappe im Vorjahr mächtig Abwehrbeton angerührt.

Spitzenduelle mit vielen Toren und großem Comeback

Zwischen beiden Teams ist es in den vergangenen Jahre das klassische Duell David gegen Goliath. Doch das war nicht immer so. In der Partie am 21. September 1991 fuhr die Eintracht als Spitzenteam nach München. Die SGE-Aufstellung glänzte mit Namen wie Uli Stein, Andreas Möller und Anthony Yeboah. Und die Partie hielt, was sie versprach. Beim 3:3 war vor allem Eintracht-Rückkerer Jörn Andersen im Blickpunkt des Geschehens, der zwei Tor erzielte. Und fast drei Jahre später kam es erneut zu einem 3:3-Remis beider Teams. In einer mitreißenden Partie wechselte die Führung damals mehrmals. Die Bayern kamen in der 83. Minute mit Alain Sutter zur 3:2-Führung und sahen wie der sichere Sieger aus, ehe Slobodan Komljenovic zwei Minuten vor Schluss den Ausgleich erzielte.

Eine Punkteteilung, die kein Glück brachte

Dass es nicht immer ein gutes Omen sein muss, wenn die Eintracht überraschenderweise in München punktet, zeigte die Saison 1995/1996. Am 29. Spieltag entführt die akut abstiegsbedrohte SGE mit dem 1:1 einen Punkt aus München, um jedoch am Ende trotzdem das erste Mal aus der Bundesliga abzusteigen.

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