Wegmann und Greipel wollen Degenkolb die (Rad-)Tour vermasseln

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Endspurt bei der Zieleinfahrt an der Frankfurter Alten Oper: Der Radklassiker Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt geht in seine 51. Runde.

Region Rhein-Main – Für den Radklassiker Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt gehen die derzeit drei besten Mannschaften der Welt an den Start. Vorjahressieger John Degenkolb will mit dem niederländischen Continental Pro-Team Argos-Shimano seinen Titel verteidigen. Von Dirk Beutel

Noch hat John Degenkolb diese Saison keinen Sieg eingefahren. Der fünfte Platz beim Eintagesrennen Mailand-San Remo war sein bisheriger Höhepunkt. Dennoch blickt der 23-Jährige optimistisch auf eine mögliche Titelverteidigung beim Radrennen Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt: „Als Vorjahressieger habe ich sicher eine hohe Bürde. Dennoch habe ich große Ambitionen.“ John Degenkolb wird für das Continental Pro-Team Argos-Shimano aus den Niederlanden an den Start gehen. Bei seinem überraschenden Sieg beim Jubiläumsrennen im vergangenen Jahr stürzte der Mann aus Thüringen den acht Jahre älteren Fabian Wegmann vom Thron. Der Sieger von 2009 und 2010 und Kapitän des amerikanischen World-Tour-Teams Garmin Barracuda verpasste damit das Triple und hat natürlich vor, sich am 1. Mai zu revanchieren.

Bei der 51. Auflage des Radsportklassikers hat Organisator Bernd Moos-Achenbach die drei führenden Teams der Weltrangliste der World Tour verpflichten können: Omega Pharma aus Belgien, Katusha aus Russland und Liquigas-Cannondale aus Italien werden auf die 200 Kilometer lange Strecke gehen. Auch Deutschlands bester Sprinter, André Greipel, hat das Siegertreppchen an der Alten Oper in Frankfurt fest im Visier. Er wird als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft an den Start gehen.

4000 Teilnehmer beim Jedermann-Rennen

Nach zwei Jahren Pause führt der Radklassiker erstmals wieder über den 881 Meter hohen Feldberg – sicher einer der sehenswertesten Rennabschnitte. Ebenso wie der direkt an die Eppsteiner Burg folgende Schulberg, der unter den Fahrern mit seinen 19 Prozent Steigung besser als Schmerzberg bekannt ist. Dort rechnet der Organisator mit vielen Zuschauern.

Wie Moss-Achenbach durchblicken ließ, stehe er noch mit dem Team Radioshack-Nissan mit den deutschen Profis Jens Voigt, Linus Gerdemann und Andreas Klöden in Verhandlungen. Bei einer Zusage wäre es das sechste World-Tour-Team. Die Meldungen für das Jederman-Rennen scheinen die Erwartungen der Organisatorn sogar zu übertreffen, wie Kirsten Fischer, Organisatorin der Velotour, bekannt gab: „Die angepeilte Marke von 4000 Teilnehmern werden wir knacken.“

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