Weber im Interview: „Ich bin da reingerutscht“

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Ralf Weber

Frankfurt – Ex-Profi-Fußballer Ralf Weber spricht im Interview mit dem EXTRA TIPP über die Eintracht, seine neue Arbeit und seine Pläne.

Wie ist es heute, mit etwas Abstand auf der Tribüne die Spiele zu betrachten?

Na ja, ich spiele ja noch in der Eintracht-Traditionsmannschaft. Da hatten wir kürzlich unser großes Jahresabschlussspiel. Das muss aber auch erst mal reichen (lacht). Ansonsten bin ich natürlich viel in den Stadien unterwegs.

Auch in Rostock?

Ich weiß worauf Sie anspielen. Aber weder die Mannschaft, noch das Stadion oder Umfeld sind mit der Saison 1991/92 zu vergleichen, als wir dort die Meisterschaft verspielten.

Welche Erkenntnisse nehmen Sie mit von Ihren Spielbeobachtungen?

Grundsätzlich besteht zwischen erster und zweiter Liga schon ein großer Qualitätsunterschied. In der zweiten Liga gibt es schon mal Spiele, bei denen ich ehrlich gesagt den Abpfiff herbeisehne. Das kommt in der ersten Liga eher selten vor.

Vom Spieler zum Scout und Video-Experten. Wie schwierig war diese Umstellung?

Na ja, unser Video-Experte ist der Marcel (lacht). Nach meiner Karriere habe ich zunächst ein Praktikum bei der Eintracht absolviert. Dann habe ich unseren früheren Chefscout Charly Körbel zu einem Spiel in Braunschweig begleitet und bin irgendwie da reingerutscht. Die ganze Technik bei der Video-Analyse war für mich erstmal Neuland.

Bleibt da noch Zeit, das Geschehen bei ihrem Ex-Klub Offenbach zu verfolgen?

Klar gibt es da noch Verbindungen. Mit dem Offenbacher Co-Trainer Manfred Binz habe ich ja zusammen gespielt, Ramon Berndroth hat auch viele Jahre bei der Eintracht gearbeitet. Ich wünsche den Kickers den Aufstieg, auch wenn es schwer werden dürfte.

Sehen wir Ralf Weber denn auch bald auf der Trainerbank?

Da gibt es noch keine konkreten Pläne. Ich habe die A-Lizenz gemacht und schaue jetzt mal, wie es sich entwickelt. Ab und zu habe ich sicher solche Anwandlungen (lacht). Aber erstmal bin ich hier gut eingebunden.

Wohin geht`s für die Eintracht in dieser Saison?

Der Aufstieg ist das erklärte Ziel. Wir dürfen uns bei der starken Konkurrenz um Düsseldorf, St. Pauli und Fürth aber keine weiteren Ausrutscher erlauben. zin

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