Wasserspringer des Höchster SV erfolgreich

Junge Hüpfer: Wasserspringer-Nachwuchs aus der Region

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Daumen hoch: Kelly Teng und Wolf Doebel am Sprungturm im Frankfurter Stadionbad.

Region Rhein-Main – Ein Köpper vom Dreier oder Fünfer? Für die zehn Jahre alte Kelly Teng aus Eschborn und den neunjährigen Wolf Doebel aus Neu-Isenburg eine Kleinigkeit. Die beiden gehören zu den erfolgreichen Wasserspringer-Nachwuchstalenten des Höchster Schwimmvereins . Von Norman Körtge

Rückwärts-Kopfsprung halbe Schraube, Kopfsprung vorwärts gehechtet, eineinhalb Salto gehockt – wie aus dem Effeff zählt Wolf Doebel die Sprünge auf, mit denen er am vergangenen Wochenende bei den Hessischen Wasserspringer-Meisterschaften im Frankfurter Stadionbad erfolgreich war. Sowohl vom Einmeter- als auch vom Dreimeterbrett holte er den Titel, auf dem Fünfer belegte er Platz zwei und gewann damit auch die Kombination aus Einer, Dreier und Fünfer. Und mit Vereinskollegin Kelly Teng aus Eschborn gewann er noch das Synchronspringen. „Es war cool“, erzählt Wolf Doebel von dem Wettkampf vor Publikum und gibt sich mit seinen neun Jahren schon so routiniert wie ein alter Hase.

Kunstvoll vom Zehner springen

Doch dahinter steckt jede Menge Arbeit, wie Trainerin Susanne Beyer zu berichten weiß: „Wer leistungsorientiert trainieren und auch Wettkämpfe springen möchte, der sollte ab dem neunten Lebensjahr mindestens drei- bis viermal die Woche trainieren.“ Dazu gehört dann auch mehr als nur vom Einer, Dreier, Fünfer oder gar Zehner kunstvoll zu springen. „Es gibt viel Trocken-training und erst ganz zum Schluss kommt der Sprung ins Wasser“, erklärt Beyer.

Gutes Einstiegsalter ist fünf oder sechs Jahre

So wird bei den Trainingseinheiten im Frankfurter Stadionbad erst einmal gejoggt, die Betontreppe für Kraftübungen genutzt und sich auch viel gedehnt. Ein gutes Einstiegsalter für den eleganten Wassersport sei fünf oder sechs Jahre. „Gerade bei den ganz Kleinen versuchen wir spielerisch den Spaß am Wasserspringen zu entwickeln und vor allem Vertrauen zum Trainer aufzubauen“, erzählt Beyer von ihrer Arbeit, wobei sie auch auf einen erfahrenen Stab an Übungsleitern zurückgreifen kann. Mut, Disziplin, Beweglichkeit, Körperhaltung und den Willen zum Springen gehören nach Beyer zu den Grundvoraussetzungen, die mitgebracht werden sollten.

Traum: Olympische Spiele

Kelly Teng und Wolf Doebel haben sie. „Ich bin mit Kelly und Wolf sehr zufrieden. Sie haben das gelernte im Wettkampf gezeigt“, sagt Beyer, die auch mit allen anderen Höchster Wasserspringern sehr zufrieden war. Aktuell sind im Verein 35 Kinder mit unterschiedlichem Leistungsniveau aktiv.

Was den Reiz am Wasserspringen ausmacht? Da gehen die Vorstellungen von Trainerin und Nachwuchsspringer ein wenig auseinander. Während Beyer die Bewegungsabläufe in der Luft genießt, die Herausforderung sucht, etwas Neues zu probieren und dann die Freude, wenn der Erfolg da ist, setzt Doebel noch auf den Coolness-Faktor. Der Neunjährige stellt mit seinen Sprüngen vom Turm die älteren Jungs in den Schatten – und zieht viele Blicke auf sich. Aber: Doebel hat auch einen Traum, der seiner Trainerin gefallen dürfte: Die Olympischen Spiele.

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