Auftakt gegen den alten Rivalen 

FFC-Manager Sigi Dietrich: „Wir haben nur noch Endspiele“ 

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Auf Tuchfühlung: Frankfurts Dzsenifer Marozsan (rechts) setzt sich von Potsdams Tabea Kemme ab. Im Hinspiel musste sich der FFC noch mit 2:1 geschlagen gegen.

Frankfurt – Jetzt geht’s auch für die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt wieder los. Und wie! Zum Auftakt am Sonntag, um elf Uhr im Stadion am Brentanobad gibt’s gleich den Kracher gegen den alten Rivalen Turbine Potsdam.

Verspricht eine gute Vorbereitung auch einen guten Auftakt? Das kann keiner sagen, aber Trainer Colin Bell ist optimistisch: „Wir haben uns gut vorbereitet und sind alle froh, dass es endlich los geht. Partien gegen Potsdam sind immer ein Höhepunkt im Spielplan – das gilt auch für dieses erste Kräftemessen nach der Winterpause. Für die besondere Brisanz dieses Top-Spiels sind wir letztlich ein Stück weit selbst verantwortlich, schließlich haben wir uns während der Hinrunde in eine Lage gebracht, in der man sich mit Blick auf unser Saisonziel in der Bundesliga keine Nachlässigkeiten mehr erlauben darf“, sagt der 53-Jährige.

Stimmt! Sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer Wolfsburg sind eine Menge Holz. Will man wirklich noch Meister werden, darf man keine Punkte mehr abgeben. Das weiß auch Manager Siggi Dietrich (56): „Wir haben nur noch Endspiele und die müssen wir alle gewinnen.“

Außenverteidigerin Svenja Huth sieht sogar einen Vorteil darin, dass man in diesem Jahr nicht der Gejagte, sondern der Jäger ist: „Ich stehe lieber jetzt auf dem 4. Platz und bin am Ende Erster, als die ganze Zeit Erster zu sein und dann nur Zweiter zu werden, wie vergangene Saison“, sagt die 24-Jährige. Colin Bell ist allerdings sauer auf den DFB. In der Woche vorm Bundesligastart mussten die Nationalspielerinnen noch zu einem Lehrgang nach Marbella und sind erst am Donnerstag zurückgekommen. Bell: „Natürlich hat Potsdam auch Nationalspielerinnen. Aber wir mussten unsere jetzt zum vierten Mal vor einem Topspiel abstellen. Danach haben wir alle drei Spiele bisher verloren.“ Trotzig fügt er hinzu: „Am Sonntag werden wir das ändern.“

Für den FFC geht’s aber nicht nur in der Bundesliga weiter. Demnächst stehen auch das Viertelfinale in der Champions League und das Halbfinale im DFB-Pokal an.

In der Champions Legaue geht’s am 21. März nach Bristol. Das Rückspiel steht am 29. März (zwölf Uhr) im Stadion am Brentanobad an. Das Halbfinale im DFB-Pokal, wieder gegen Potsdam steigt am 1. April (15.30 Uhr). Dietrich: „Wir wollen die beiden Endspiele in Berlin und Köln erreichen.“

msä

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