Neue Volleyball-Saison

Keine großen Ziele vornehmen

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Die Volleyball-Clubs der Region greifen wieder an. So wie Tim Schön, der hier für die TuS Kriftel zum Schuss aufsteigt.

Region Rhein-Main – Die Volleyball-Teams starten in eine neue Hallensaison. Der EXTRA TIPP verrät, wie gut die Clubs der Region in den höheren Ligen vorbereitet sind. Von Dirk Beutel

Frischer Wind bei der TuS Kriftel. Nach dem Abstieg aus der dritten Bundesliga will das neuformierte Team in der Regionalliga erstmal wieder zusammenfinden. Dariusz Haratym, der die erste Mannschaft seit Anfang Mai übernommen hat, will zunächst keine großen Ziele vorgeben: „Klar, dass wir uns in der Tabelle nach oben orientierten wollen“, sagt der ehemalige Volleyball-Lehrer, der unter anderem Assistenztrainer der polnischen und Schweizer Nationalmannschaft war und auch im Rhein-Main-Gebiet kein Unbekannter ist. „Aber wir müssen uns erstmal als Mannschaft aufeinander einspielen.“ Das hat beim Vorbereitungsturnier Ende August in Bad Soden, Kriftel, Sulzbach und Altenhain noch nicht optimal funktioniert. Vor allem weil die Schlüsselspieler Tim Schön und Felix Blume verletzungsbedingt auf der Bank Platz nehmen mussten. Haratym ist aber zuversichtlich, dass beide zum Saisonstart am 29. September wieder fit sind.

Um sich vor Verletzungsmiseren in der Runde besser abzusichern, will Haratym vier bis fünf Spieler aus dem Nachwuchsbereich zwischen 15 und 17 Jahren integrieren. Eine kleine Niederlage hat er allerdings schon einstecken müssen: Zuspieler Thomáz Santos de Oliveira von der Turngemeinde Mainz-Gonsenheim wird seinen aktuellen Club nicht verlassen. „Den hätte ich gerne gehabt.“

Neuland dritte Liga

Die erste Herrenmannschaft von Eintracht Frankfurt betritt nach dem Durchmarsch in der Regionalliga neues Land in der neugegründeten dritten Liga. „Unser Ziel als Aufsteiger muss sein, nicht gleich wieder abzusteigen und möglichst eine gute Rolle zu spielen“, sagt Trainer Roland Miehm. Allerdings fehlen gleich zum Start in die neue Runde mindestens zwei Leistungsträger. Volker Braun laboriert an einer Arthrose im Hüftgelenk und der zweitbeste Schütze Jens Fischer hat einen Achillessehnenabriss. „Weil er sich vergangenes Jahr im September verletzt hat, hoffen wir, dass er Ende Oktober wieder dabei sein kann.“ Verstärkt hat sich die Mannschaft, die zu Oberliga-Zeiten als Orplid Frankfurt gespielt hat, mit Fabian Däke von der TuS Kriftel, Jakub Strzelczyk, Carlo Wiese (beide von Zweitligist TG Rüsselsheim) und Stefan Comis aus der eigenen zweiten Mannschaft. „Wir sind bunt gemischt. Einige unserer Spieler sind zwischen 40 und 50 Jahre alt, jetzt haben wir einen Schwung junger Spieler dazubekommen. Da gilt es im Training mit der Belastungsintensität mehr zu variieren“, sagt Miehm.

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Prüfstein für die Volleyball-Damen der TG Bad Soden

Dagegen hat sich die TG Bad Soden in der Zweiten Bundesliga etabliert. Auch das Umfeld kommt besser in Schwung. Zu Spitzenspielen fanden bis zu 400 Zuschauer den Weg in die Hasselgrundhalle. „Das war für uns eine sensationelle Saison und wird schwer zu wiederholen sein“, sagt Spielertrainerin Elena Kiesling. Vor allem, weil die Abgänge nicht leicht zu kompensieren sind. Besonders weh tut der Weggang von Zuspielerin Katharina Kutschbach. „Unser Ziel ist, mehr junge Spielerinnen in die Mannschaft einzubauen“, sagt Kiesling. Insgesamt haben fünf Spielerinnen den Verein verlassen. Dazu gekommen sind Dana Zajac, Alexandra Wassilko, Sabine Berkemeyer, Kathi Hinrichsen und Anneke Thiede. Auf den Saisonstart am 28. September gegen die zweite Mannschaft der Roten Raben Vilsbiburg II sind die TG-Damen jedenfalls schon vorbereitet. Beim eigenen Vorbereitungturnier hat man den zweiten Platz belegt. An diesem Wochenende folgt ein letztes Trainingslager. Ein konkretes Ziel für die neue Saison will Kiesling nicht nennen. „Das soll sich die Mannschaft selbst setzen.“

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