Viele Fragezeichen bei den Skyliners

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Marius Nolte im Einsatz gegen Tokio.

Frankfurt – Kein Trikotsponsor, ein unvollständiger Kader und viele Fragezeichen: Das sind nicht gerade ideale Voraussetzungen für die im Oktober beginnende Saison. Die Basketballer der Fraport Skyliners stehen – zum wiederholten Male - vor einem schwierigen Neuanfang.

„Wir fangen mehr oder weniger bei Null an“, sagt Muli Katzurin. Den Fraport Skyliners fehlen rund einen Monat vor Saisonbeginn nicht nur Spieler sondern auch ein Trikotsponsor. Ohne Sponsor fehlt das nötige Geld, ohne Geld wiederum die Qualität. Der Frankfurter Trainer muss daher zunächst mit dem auskommen, was er hat. Und das ist nicht gerade viel.

Bleiben die US-Profis?

Coach Muli Katzurin

Nur vier Stammspieler aus der Vorsaison sind den Skyliners treu geblieben. Center Marius Nolte, die beiden Guards Devin Gibson und Quantez Robertson sowie der Ex-Langener Johannes Herber. Hinzu kommen mit Jonathan Jones, Alexander Franklin und Anthony Jones drei US-Amerikaner, die mit Kurzzeit-Verträgen ausgestattet sind. Weiterverpflichtung: Völlig offen. Eine Entscheidung im Fall von Kraftpaket Alexander Franklin soll in diesen Tagen fallen. Nach den ersten Trainingseindrücken zu urteilen, wäre es doch ziemlich überraschend, wenn alle US-Profis bis Saisonende bleiben dürfen.

So ruhen die Hoffnungen von Muli Katzurin nicht zuletzt auf den Youngsters Konstantin Klein (21), Danilo Barthel (21) und Johannes Voigtmann (19). Drei Spieler, die großes Talent mitbringen, aber auch Eingewöhnungszeit in der neuen Liga benötigen. Im Testspiel gegen die allerdings schwache Mannschaft aus Tokyo zeigten die Nachwuchskräfte schon mal viel versprechende Ansätze. „Gerade in der Defensive gibt es Dinge, die wir noch verbessern können“, sagte Sportdirektor Kamil Novak. U20-Nationalspieler Voigtmann verkörpert nach Expertenmeinung den „klassischen Center mit Freude am Kontaktsport“. Seine Qualitäten unter den Körben könnten gleich zu Saisonbeginn gefragt sein. Denn auf der Center-Position sind die Skyliners sehr dünn besetzt. Kapitän Marius Nolte ist als großer Kämpfer, weniger aber für seine Scorer-Qualitäten bekannt. So hat sie Suche nach einem weiteren Hünen nach Klub-Angaben höchste Priorität. Sportdirektor Novak sondiert den Markt, rechnet aber nicht mit einer schnellen Lösung. Tim Ohlbrecht könnte eine Option sein.

Wettbewerbsfähigkeit

Bis zum Trainingslager von 18. bis 25. September in Treviso soll der Kader weitgehend zusammen sein. “Wir werden versuchen ein Team aufzubauen, dass wettbewerbsfähig ist“, sagt Katzurin. Möglicherweise muss er mit dem neuen Kader sein Spielsystem umstellen. Eine Zielsetzung für die am 3. Oktober mit dem Gastspiel in Ludwigsburg startende Saison will er noch nicht ausgeben. Die Play-off-Teilnahme wäre nach jetzigem Stand eine Überraschung. zin

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