Basketball: Skyliners wollen Ausgangsposition für die Playoffs in Bonn verbessern

Mit viel Qualität von der Bank

Basketball, das körperlose Spiel: In dieser Szene müssen Johannes Richter (links) und Jordan Theodore (vorne) mit allen Mitteln gegen Shawn Dawson von Maccabi Rand Media Rishon verteidigen. Mit Erfolg: Die Defensive ließ gegen die Israelis nur 57 Punkte zu. Foto: Hübner

Nach dem deutlichen 92:57 Sieg im ersten Spiel des FIBA-Europe-Cup Viertelfinals gegen Maccabi Rishon aus Israel geht es für dieBasketballer der Frankfurt Skyliners am morgigen Sonntag um 17 Uhr mit dem Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn weiter.

Frankfurt – Geografisch sind Frankfurt und Bonn durch nur rund 170 Kilometer getrennt, in der Sache aber in vielen Punkten vereint. Zum Beispiel beim Personal: Skyliners-Asisitenz-Coach Klaus Perwas genießt in der ehemaligen Hauptstadt Legendenstatus oder Bonns Jimmy McKinney, der viele Jahre im Frankfurter Trikot seine erfolgreichsten Zeiten in der Beko-BBL feierte. Bis hin zur gemeinsamen Vergangenheit, welche geprägt durch viele spannende Partien mit Derby-Charakter ist. Getrennt sind die beiden Teams allerdings in der Tabelle: Während die Frankfurter um den Heimvorteil in den Playoffs spielen (aktuell Platz sechs), konnten die Bonner erst in den letzten Spielen den Abstand zu den unangenehmsten Tabellenplätzen etwas vergrößern (aktuell auf Rang 13). Zuletzt gelang dem Team des neuen Trainers Silvano Poropat ein 111:86-Kantersieg gegen Hagen.

Turbulent – so könnte man die bisherige Saison der Bonner wohl in einem Wort zusammenfassen. Nach einem 5:1 Auftakt folgte eine 2:11 Bilanz. Die Folge: Mathias Fischer musste weichen, es folgte Carsten Pohl als Interimstrainer und im Anschluss Silvano Poropat. Skyliners-Cheftrainer Gordon Herbert analysiert die Bonner Lage folgendermaßen: „So eine Saison wie Bonn sie gerade erlebt, passiert jedem Mal. Man hat hohe Erwartungen, die Voraussetzungen vor der Saison sehen soweit gut aus und dann entwickeln sich die Dinge aus den unterschiedlichen Gründen nicht so, wie man es erwartet. Aber seit Silvano Poropat das Traineramt übernommen hat, hat Bonn zwei Siege eingefahren und dem Team neues Leben eingehaucht.“

Beim FIBA-Europe-Cup-Spiel gegen Rishon Le Zion demonstrierten die Skyliners wieder ihre Qualitäten: Verteidigung (zum ersten Mal im europäischen Wettbewerb wurden die Israelis unter 60 Punkten gehalten) und mannschaftliche Geschlossenheit (fünf Spieler punkteten zweistellig, zehn von elf eingesetzten Akteuren konnten punkten).

„Ich bin stolz darauf, dass die Spieler nach der knappen Niederlage in München so eine Reaktion gezeigt haben. Es war ein sehr gutes Zeichen der mentalen Stärke des Teams. Ich kann den Jungs heute dieses Kompliment machen, da sie heute frei haben und wir nicht trainieren“, hat Herbert schmunzelnd am vergangenen Freitag gesagt und ergänzt: „Unsere Bank hat einen ausgezeichneten Job gemacht. Es ist eine Qualität und Stärke von uns, dass immer wieder jemand anderes Verantwortung übernehmen kann. So war es gegen Rishon oder vorher gegen Ulm, als unserer Starter im dritten Viertel auf der Bank geblieben sind, da andere Spieler einen großartigen Job gemacht haben.“

Das nächste Heimspiel findet am Ostermontag um 17 Uhr gegen Göttingen in der Fraport-Arena statt. red

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