Als Verfolger die Playoffs im Visier

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Spielen am Sonntag in Hofheim: Die Rhein-Main Baskets.

Hofheim/Langen – Mit wenig Geld viel erreichen – das ist auch in dieser Saison das Ziel der Rhein-Main Baskets. In der Basketball-Frauenbundesliga trifft die Spielgemeinschaft aus Hofheim und Langen am Sonntag in Hofheim auf Chemnitz. Im Interview spricht Trainer Steffen Brockmann über die bisherige Saison.

Herr Brockmann, nach neun Spieltagen verbuchen die Baskets fünf Siege und vier Niederlagen. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?

Wir sind relativ erfolgreich in die Saison gestartet, mussten aber zuletzt zwei unnötige Niederlagen hinnehmen. Die Spielweise der Mannschaft gefällt mir, auch der Einsatz stimmt. Man sieht aber auch: Wenn wir nicht 100 Prozent Intensität auf das Feld bringen, verlieren wir die Spiele.

Wie am vergangenen Wochenende in Rotenburg.

Genau, da haben wir die Anfangsphase komplett verschlafen und lagen früh mit 16 Punkten im Rückstand. Das ist im Laufe einer Begegnung kaum wieder aufzuholen und kostet viel Kraft. Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir auswärts nach einer längeren Anreise nicht ins Spiel gefunden haben.

Dennoch hat sich das Team im Verfolgerfeld festgesetzt. Im vergangenen Jahr stand der Klassenerhalt lange auf der Kippe. Wie erklären Sie sich diesen Aufschwung?

Wir hatten eine richtig gute Saisonvorbereitung und haben schnell unseren Rhythmus gefunden. Da sind wir anderen Mannschaften voraus. Die Neuzugänge aus den USA haben zudem die Qualität im Kader nochmals angehoben.

Was zeichnet Baendu Lowenthal und Jaclyn Thoman aus?

Thoman ist eine sehr freche Spielerin, die ein gutes Auge für die Mitspielerinnen hat und wenig Fehler begeht. Lowenthal hilft uns mit ihrer harten Spielweise unter den Körben weiter. Sie kämpft um jeden Ball. Das hat uns zuletzt etwas gefehlt.

Die Baskets verfügen ligaweit über das niedrigste Budget. Wie war es dennoch möglich, Spielerinnen dieses Kalibers zu verpflichten?

Das war ein langer Prozess mit vielen Gesprächen und zähen Verhandlungen. Wir hatten auch andere Spielerinnen im Auge, die für uns aber nicht finanzierbar waren. Bei Lowenthal hatten wir auch etwas Glück. Sie stand schon bei einem spanischen Verein unter Vertrag. Dieser hat sich aber dann aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst. So war der Weg frei für uns. Erst wenige Tage vor dem ersten Spiel ist sie dann in Frankfurt gelandet.

Sind weitere Neuzugänge in der Winterpause denkbar?

Eher nicht. Wir haben unseren finanziellen Rahmen ausgeschöpft. Ich sehe unsere Mannschaft auch so gut genug aufgestellt, um die Play-offs zu erreichen. Das ist unser Ziel.

Am Sonntag geht’s gegen den Vorletzten Chemnitz. Worauf wird es da ankommen?

Wenn wir unsere Intensität hochhalten und den Heimbonus ausspielen, sollten wir die Partie gewinnen. Wir dürfen Chemnitz allerdings nicht unterschätzen und müssen auf deren Amerikanerin Melissa Ann Jeltema aufpassen. Sie ist die zweitbeste Werferin in der Liga. zin

 

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