Verdiente Niederlage

Löwen kassieren 2:5-Packung in Bayern

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Die Frankfurter Eishockey Löwen mussten bei den Starbulls in Rosenheim ordentlich einstecken.

Rosenheim – In einem Wellental mit dauerhaften Auf und Abs befinden sich derzeit die Eishockey-Spieler der Löwen Frankfurt, die eine verdiente Niederlage in der Zweiten Eishockey-Liga bei den Starbulls Rosenheim einstecken mussten. Von Uwe Lange

Gegen den direkten Verfolger bezog der Tabellenfünfte vom Main eine klare 2:5 (1:3; 0:1; 1:1) Packung, da für das Team von Tim Kehler nur die beiden Nürnberger Leihgaben Andreas Schwarz und Marco Pfleger erfolgreich waren.

Das Spiel in Bayern wurde bereits in der Anfangsphase verloren, als eine desolate Defensivleistung den Rosenheimer Angreifern Tür und Tor zu einem schnellen 3:1 öffnete. Nach knapp einer Minute war das Heimteam schon durch einen Konter in Führung gegangen, für die Schwarz nochmals eine Antwort wusste. Doch der nächste Blackout der Löwen-Abwehr sollte nicht lange auf sich warten lassen, als man viel zu sorglos verteidigte und im falschen Moment aufrückte. Nach knapp neun Minuten hätten die Frankfurter eigentlich wieder den Mannschaftsbus nach Frankfurt besteigen können, als die Starbulls auch die dritte Sorglosigkeit bestraften.

Danach verbrachten die Löwen zu viel Zeit auf der Strafbank, um eine erfolgversprechende Offensive zu starten. Alleine drei zehnminütige Disziplinarstrafen rissen das eh schon fragile Gefüge immer wieder auseinander, harmonische und gefährliche Spielzüge blieben Fehlanzeige. Nur der finnische Torwart Antti Ore zeigte Normalform, hielt sein Team trotz der fünf Einschüsse im Spiel. Rosenheim verkürzte damit vor gut 1.800 Besuchern den Abstand auf die Löwen auf nur noch zwei Punkte, die bei der aktuell so fehlenden Konstanz noch hart für die Playoff-Teilnahme werden kämpfen müssen.

Fans kommen trotz Heim-Enttäuschung zahlreich

Noch während der Woche hatten die Frankfurter den Tabellendritten aus Ravensburg mit 8:2 deutlich vom Eis gefegt, gezeigt was ihnen steckt, wenn volles Engagement von Nöten ist. Coach Tim Kehler war sogar etwas enttäuscht, dass „dieser enorm wichtige Sieg nicht von mehr als den 2.700 Fans verfolgt wurde“. Die kommen trotz Heim-Enttäuschungen immer noch zahlreich, so wird am heutigen Sonntag (18.30 Uhr) gegen Kaufbeuren schon der 100.000 Besucher in dieser Spielzeit am Ratsweg erwartet. Ein Wert mit dem die Löwen sogar in Liga eins auf Platz neun zu finden wären, nachdem der Neuling in der Publikumsgunst seiner Klasse mit großem Vorsprung und durchschnittlich 4.500 Zuschauern pro Spiel das Ranking anführt.

Gegen das Tabellenschlusslicht aus dem Allgäu peilen die Frankfurter Kufen-Cracks Sieg Nr. 25 an, während die Kaufbeurer einen neuen Minusrekord mit 20 Niederlagen in Folge sicherlich verhindern wollen. Hoffnung für den Jubiläums-Sieg des Aufsteigers gibt die erneute Anwesenheit der vier Nürnberger Förderlizenz-Spieler, die von den letzten zehn Toren gleich fünf erzielten. Doch so langsam werden die Fans am Main unruhig, denn mit der Beendigung der Hauptrunde Anfang März dürfen die Akteure nach den Statuten nur noch für einen Club auflaufen, das so erfolgreich gelebte „Bäumchen-wechsel-dich“-Spiel entfällt. Nürnberg kooperativer Sportdirektor Martin Jiranek wird sicher die Anfragen seines Frankfurter Pendants Rich Chernomaz prüfen, ihm dürfte aber auch bei den zeitgleich stattfindenden DEL1-Playoffs sein IceTigers-Hemd näher sein, als die Löwen-Jacke.

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