Drei Geschäftsführer wollen den Football-Erstligsten wieder in die Spur bringen

Universe will das Vertrauen der Fans zurückgewinnen

Einlauf des Universe-Teams: Mit neuem Schwung wollen die Frankfurter Footballer die neue Saison angehen und sich vor allem wirtschaftlich eine solide Basis aufbauen. Foto: Roskaritz

Von Uwe Lange.

Nach der einstimmigen Verabschiedung des Insolvenzplans schauen die American Footballer des Erstligisten Frankfurt Universe wieder mehr als optimistisch in die sportliche Zukunft.

Frankfurt – Der 15. Februar 2019 könnte in die Geschichtsbücher des Vizemeisters als der Tag der Erneuerung und Wende eingehen: Denn vor dem Amtsgericht in Offenbach wurde der durch Insolvenzverwalter Thomas Rittmeister vorgelegte Plan einstimmig verabschiedet und noch im Saal durch den Vorsitzenden Richter Keim bestätigt. Somit ist formaljuristisch und zeitnah die GmbH des AFC Frankfurt Universe e.V., die für den Spielbetrieb in der höchsten Liga verantwortlich ist, wieder alleine handlungsfähig.

Noch am selben Abend trafen sich der erst Ende 2018 gewählte Vereinsvorsitzende Alexander Landsiedel mit den neuen Machern der GmbH. Gleich drei Geschäftsführer werden versuchen, das in 2018 so stark schlingernde Schiff der Lilanen wieder wirtschaftlich auf Vordermann zu bringen. Sie wollen in ihren Fachgebieten die Konsolidierung und den Sport vorantreiben. Arnoulf Keil, Alexander Korosek und Daniel Zeidler heißen die neuen Macher, die sich gleichberechtigt die Aufgaben aus den Ressorts „Marketing, Kommunikation, Sponsoring, Controlling, Sport, Spieltag“ fachspezifisch teilen und damit die in ihrer Sportart üblichen „Special Teams“ vorleben. „Zunächst gilt es, das Vertrauen der Sponsoren und Fans zurückzugewinnen, gemeinsam an dem berühmten Strang zu ziehen und nach vorne zu schauen“, gibt sich Zeidler vorsichtig optimistisch.

Die Leader wurden den Akteuren am Samstagmorgen auf dem Trainingsgelände der Men-in-Purple am Ostpark vorgestellt. Dort hatten sich bereits fast 50 Spieler für die kommende Saison eingefunden, die man einkleidete und auch die notwendigen Passanträge unterschreiben ließ. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Verantwortlichen mehr als hoffnungsfroh die Spielzeit konkret planen.

Natürlich machten zahlreiche Gerüchte die Runde, wer noch zu den Frankfurtern hinzustoßen wird. Leistungsträger wie der letztjährige, später verletzte Quarterback Steve Cluley sollen die Rückkehr an den Main planen. Zu ihnen stoßen junge und talentierte Footballer von Berlin bis München, die im Rhein-Main-Gebiet ihre berufliche Heimat haben und die Herausforderung GFL suchen. Dabei soll aber ebenso der eigene Nachwuchs nicht zu kurz kommen.

„Auch an unsere treuen lila Fans ist gedacht, wir werden wieder den Eventgedanken aufleben lassen, die Spieltage sollen jeweils unter einem Motto stehen, während die Powerparty im neuen Gewand auflebt, dabei der wirtschaftliche Aspekt und die finanzielle Vernunft im Vordergrund steht“, sagte der für die Gameday-Orga zuständige Geschäftsführer Korosek.

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