Für Ultraläufer René Strosny ist der Marathon nur ein Sprint

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Für den Roßdorfer Ultraläufer René Strosny (rechts) ist der „Darmstadt-Marathon“ beinahe schon ein Sprint.

Roßdorf – Für viele Sportler ist er die Obergrenze: Der Marathon. Für René Strosny dagegen ist der „4. Darmstadt-Marathon“ am kommenden Sonntag eher ein Spaziergang: Mehr als 200 Ultra-Läufe, teils 100 Kilometer am Stück, hat der 38-Jährige aus Roßdorf bereits absolviert. Von Jens Dörr

Die mehr als 100 Marathon-Läufe, die er seit seit 1989 absolviert hat, nehmen sich in Strosnys sportlicher Vita fast schon bescheiden aus. Ob 1200-Kilometer-Deutschland-Lauf oder Transeuropa-Lauf über Dutzende Etappen von Italien aus bis ans Nordkap: Der Roßdorfer stieß irgendwann selbst mit 100-Kilometer-Läufen nicht mehr an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit.

Strosnys Teilnahme am Sonntag findet Wilfried Raatz, Chef und Initiator des Darmstadt-Marathon deshalb „bemerkenswert“. Für Strosny ist der Marathon nämlich inzwischen so etwas wie ein Sprint geworden.

Harter Widersacher im Kampf

2009 siegte der Roßdorfer, der offiziell für den Bautzener LV an den Start geht schon einmal. 2010 musste er dem Darmstädter Raphael Grotti, der inzwischen in Mannheim wohnt, den Vortritt lassen. In Ironman-Ass Frank Vytrisal, ebenfalls aus Roßdorf, dürfte er jetzt einen harten Widersacher im Kampf über die gut 42 Kilometer bekommen.

Die volle Distanz durch den Wald zwischen Darmstadt und Dieburg, dem Oberfeld und vorbei an einigen Sehenswürdigkeiten im Osten der Wissenschaftsstadt werden etwa 250 Läufer in Angriff nehmen. Soviel werden beim Marathon erwartet, so Organisator Raatz. Insgesamt würden aber voraussichtlich 2500 Läufer teilnehmen. Die meisten im Halbmarathon, in Staffeln und kurzen Läufen für den Nachwuchs. Damit erreiche der Lauf gerade so die kritische Masse, um nicht in die roten Zahlen zu rutschen.

Auf satte Antritts- und Siegprämien verzichten die Macher des Darmstadt-Marathons ohnehin, so dass man in Ermangelung vieler Profi-Läufer, schon mit einer Zeit um 2:45 Stunden auf das Siegerpodest stürmen dürfte.

Weitere Informationen gibt‘s im Internet auf www.darmstadt-laeuft.de.

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