Nachwuchselite von sieben Erstligisten reist für U14-Hallencup nach Nieder-Roden

Ein kleines bisschen Bundesliga-Luft

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Zweikampf an der Bande: Für den U14-Hallencup in Nieder-Roden reist potenzieller Bundesliga-Nachwuchs an.

Rodgau – Der VfB Stuttgart gegen die SG Nieder-Roden? Oder treten die Rodgauer gegen Hannover 96 an? Beim U14-Bundesliga-Hallencup ist das möglich. Kein Scherz: Die Bundesliga kommt nach Nieder-Roden.  Von Dirk Beutel

Für die Kinder der U14 der SG Nieder-Roden ist es der Höhepunkt des Jahres: Das Emil-Raub-Gedächtnisturnier mit der Nachwuchselite einiger Bundesligaclubs. Wenn man dagegen in die Augen von Patrick Ott schaut, erkennt man Erleichterung. Für die zweite Auflage des Turniers für U14-Mannschaften wurden genug Sponsoren an Bord geholt, die Rundumbande bestellt, die Unterbringung und die Versorgung der jungen Sportler ist ebenfalls in trockenen Tüchern. Das gilt auch für das prominente Teilnehmerfeld. Der Clou: Die Kreisklasse-Kicker der SG Nieder-Roden treten gegen die Nachwuchsspieler von sieben Bundesliga-Mannschaften und zwei Zweiligisten an. Auch Kickers Offenbach und der FC Bayern Alzenau werden ihre Talente mitbringen.

Das Organisations-Team hat alle Bundesligaclubs mit Einladungen bombardiert. „Wichtig war die Zusage unserer Zugpferde, dem 1. FC Kaiserslautern und der Frankfurter Eintracht“, sagt Ott. Der 34-Jährige ist der ehemalige Trainer der Nieder-Röder Jungs. Selber spielt er zwar nicht mehr, „aber das vergangene Turnier war so ein Erfolg, dass wir noch eine weitere Auflage wollten“.

Es geht nicht ums Gewinnen

Und der Aufwand ist immens: Vor allem von der Liveübertragung über vier Kameras vom Spielfeld verspricht sich Ott eine Menge. „Die Spiele werden zusätzlich im Verkaufsraum und im Außenzelt zu sehen sein.“ Für die Kicker-Kids aus Nieder-Roden geht es dabei vor allem um den Spaß und vielleicht mit den Bundesliga-Stars von übermorgen spielen zu dürfen. Echte Siegchancen rechnen sie sich nicht aus. „Wenn die anderen Gas geben, haben sie keine Chance“, sagt Ott. Doch darum gehe es überhaupt nicht. Allein schon vor einer vollen Halle spielen zu dürfen ist etwas Besonderes. Zumal die Nachwuchskicker von Stuttgart, Hoffenheim oder dem Gewinner des ersten Gedächtnisturniers, dem 1. FC Köln, schon echte Profis sind. Ott: „Da wird auf die Ernährung geschaut, das Benehmen und alle sind um 21.30 Uhr im Bett ohne zu murren. Da herrschen ganz andere Strukturen.“

Für den Turniersieger gibt es einen Wanderpokal. Der finanzielle Überschuss wird wieder in Trainingsmaterial für die Nieder-Röder Jungs fließen. Ein Gewinn für alle.

Das Turnier beginnt am Samstag, 2. Februar, um zehn Uhr in der Sporthalle in der Wiesbadener Straße in Nieder-Roden. Eintritt drei Euro. Infos unter www.sgn-fussball.de.

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