Saisonbilanz: Kickers auf Berg- und Talfahrt

Trotz vieler Rückschläge  hat sich der OFC immer wieder aufgerappelt

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Auch wenn Offenbachs Robin Scheu hier gegen Azur Velagic vom FC Homburg eine Bauchlandung hinlegt: Die die Kickers sind trotz vieler Nackenschläge nicht eingebrochen.

Offenbach - So richtig übel lief es für die Offenbacher Kickers in der Regionalliga Südwest nicht. Aber eben auch nicht richtig gut. Der Truppe von Trainer Rico Schmitt fehlt es an Konstanz, vor allem in der Defensive. Von Peppi Schmitt

Im Frühsommer waren die Offenbacher Kickers der Rückkehr in die dritte Liga ganz nahe. Doch nach einer fantastischen Saison in der Regionalliga Südwest mit nur einer einzigen Niederlage, war der OFC ausgerechnet in den Aufstiegsspielen gegen den 1.FC Magdeburg nicht wirklich in Form. Aus dem so ersehnten Comeback auf der kleinen Bühne des Profifußballs wurde nichts. Es war ein schwerer Schlag für den Trainer, für die Spieler, für die treuen Fans, für den ganzen Verein. Und jeder ahnte, dass es in der neuen Saison schwer werden würde, ähnlich erfolgreich abzuschneiden. Nach neunzehn Spieltagen, davon schon zwei aus der Rückrunde, liegen die Offenbacher auf dem fünften Rang, zwar mit Sicht auf die Spitze, aber im Grunde ohne Chance, noch einmal in den Kampf um die Aufstiegsplätze einzugreifen. Neun Punkte beträgt der Rückstand auf Eintracht Trier und den SV Waldhof Mannheim, und auch der SV Elversberg ist schon acht Punkte enteilt. Eine schwache Vorrunde also?

30 Gegentore sind viel zu viel

Das kann so pauschal nicht behauptet werden. Ja, die Formkurve war nicht stabil, es gab einige schlimme Durchhänger wie vor allem die 0:6-Niederlage in Trier. Aber die OFC-Truppe ist auch nie wirklich eingebrochen. Trainer Rico Schmitt hat es geschafft, trotz einiger wichtiger Abgänge im Sommer und Ausfällen von wichtigen Spielern, erneut eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen. Für ganz oben aber wird es wohl nicht reichen. Und das liegt in erster Linie an der wackligen Defensive. 30 Gegentore haben die Kickers in den neunzehn Spielen hinnehmen müssen, das ist viel zu viel für ein Spitzenteam. Zum Vergleich: Trier hat zehn Gegentore bekommen, Waldhof fünfzehn. Die letzte Begegnung vor der Winterpause hat noch einmal deutlich gemacht, wo die Stärken und wo die Schwächen der Offenbacher Mannschaft liegen. Mit 4:3 hat der OFC beim FC Homburg gewonnen, einen weiteren Konkurrenten damit abgehängt. Vier Tore in Homburg, das ist aller Ehren wert. Aber es gab eben auch wieder drei Gegentore. Die Aufgabe fürs neue Jahr heißt: Mehr Konstanz in die Mannschaft bringen. Denn das erste Halbjahr war eine einzige Berg-und Talfahrt. Begonnen hatte nach der Sommerdepression alles überraschend gut.

Kickers gehen mit gutem Gefühl in die Winterpause

An den ersten sieben Spieltagen blieb der OFC ungeschlagen und bis Ende September immer in Schlagdistanz zur Spitze. Doch dann kam der „schwarze Oktober“ und der tiefe Absturz. 1:1 gegen Hoffenheim, 0:6 in Trier, 0:0 gegen Neckarelz, 0:1 in Walldorf - davon erholten sich die Offenbacher in der Tabelle nicht mehr. Zumal auch im November mit dem 1:4 in Bahlingen und dem 0:1 gegen Saarbrücken weitere Niederlagen folgten. Immerhin, am Ende rappelten sich die Kickers wieder auf. Sieg gegen Kassel, Sieg in Homburg. „Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Winterpause“, sagt der Trainer. Am 27. Februar beginnt das neue Jahr mit dem Auswärtsspiel in Freiburg. Dann wird sich auch das neue Präsidium richtig eingearbeitet haben. Helmut Spahn, ehemaliger Sicherheitsbeauftragter des DFB, wird versuchen, den OFC in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

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