Kellerduell im Stadtwald:

Wieder Tor-Spektakel? Die Eintracht empfängt den VfB

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Gelingt der Sprung weg von der Abstiegszone? Constant Djakpa und Neuzugang Yanni Regäsel (von links) geben im Training Gas.
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Frankfurt – Sechspunktespiel in der Commerzbank-Arena: Mit einem Sieg gegen Kellernachbar VfB Stuttgart könnte die Eintracht einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen und den guten Rückrundenstart sogar vergolden. Von Oliver Haas

5:4 gewann der VfB Stuttgart bei seinem vergangenen Gastauftritt in Frankfurt. Beim nervenaufreibenden Tor-Spektakel saß SGE-Trainer Armin Veh noch auf der Bank der Gäste. Für sein jetziges Team wäre es eminent wichtig, wenn er wieder als Siegertrainer aus dem Spiel hervorgeht. Denn: Trotz des guten Rückrundenstarts mit dem Heimsieg gegen das Top-Team Wolfsburg und der überzeugenden Leistung beim Punktgewinn in Augsburg, ist die Lage nach wie vor prekär. Wie Augsburg, Darmstadt und Gegner Stuttgart hat die Eintracht 21 Punkte und liegt damit nur magere zwei Pünktchen vor dem Relegationsplatz. Mit einem Sieg im direkten Kellerduell könnten sich die Hessen ein wenig Luft machen.

VfB startete mit zwei Siegen in die Rückrunde

Mit dem VfB dürfte allerdings eine Mannschaft mit breiter Brust nach Hessen kommen. Aus den Spielen in Köln und gegen den HSV holten die Schwaben sechs Punkte. Größte Baustelle für Veh ist die Defensive, in denen David Abraham und Makoto Hasebe jeweils wegen Gelbsperre ausfallen. In die Bresche springen werden wohl Marco Russ und Carlos Zambrano. Die Stuttgarter reisen ohne Federico Barba an. Der Neuzugang vom FC Empoli knickte im Testspiel um und fällt voraussichtlich sechs Wochen aus. Auch Daniel Ginczek ist nach langer Verletzungsphase nicht dabei. Neben Barba verpflichtete der VfB in der Winterpause Weltmeister Kevin Großkreuz von Galatasary Istanbul sowie Artem Kravets von Dynamo Kiew. Der Ukrainer setzte gleich im Spiel gegen den HSV mit dem Siegtor eine Duftmarke.

SGE verpflichtet zwei Berliner kurz vor Transferschluss

Auf den letzten Drücker hatte die SGE in dieser Woche noch zwei Spieler verpflichtet. Der 20-jährige Verteidiger Yanni Regäsel wurde von Hertha BSC losgeeist. Neben dieser wohl lange geplanten Zukunftsinvestition kam mit Änis Ben-Hatira ein weiterer Berliner zur Eintracht. Dabei spielte der schwierige Charakter des Offensivspielers den Frankfurtern in die Karten. Nach einem Scharmützel im Berliner Mannschaftsbus mit Mitchell Weiser war für den Deutsch-Tunesier keine Zukunft mehr bei der Hertha, und sein Vertrag wurde aufgelöst. Sportmanager Bruno Hübner wollte ihn bereits vor längerer Zeit haben und verpflichtete ihn nun dankend ablösefrei. Fraglich ist, ob der Transfer-Coup ein Glücksfall für die Eintracht war oder ob man sich ein faules Ei ins Nest gelegt hat. Immerhin zeigte sich der 27-Jährige nach dem Rauswurf in Berlin reumütig und will in Frankfurt seine neue Chance nutzen.

Block 40 bleibt leer

Vorbildlich genutzt hat seine Chancen bislang Winterneuzugang Marco Fabian, der bei seinen beiden ersten Partien erfreulich frischen Offensiv-Wind ins Spiel der Eintracht brachte. Gleiches erhofft man sich freilich von Routinier Szabolcs Huszti, der offensive Impulse auf dem linken Flügel setzen soll. Immerhin hat Armin Veh mit Ben-Hatira nun eine hoffnungsvolle Alternative. Übrigens: Wenn es heute etwas ruhiger ist als sonst im Stadion, dann könnte es daran liegen, dass der Block 40, in dem die Ultras Frankfurt normalerweise stehen, geschlossen ist. Dies ist eine der Strafen, die die Deutsche Fußball-Liga der Eintracht aufgrund von Fankrawallen aufgebrummt hatte.

Oliver Haas

Oliver Haas

E-Mail:oliver.haas@extratipp.com

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