Triathletin

Nach Verletzung arbeitet  Nicole Töpfer an Comeback

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Triathletin Nicole Töpfer auf dem Rad.

Rodgau – Ein Riss in der Achillessehne vor knapp zwei Jahren hat Nicole Töpfer aus der Bahn geworfen. Nach vielen Reha-Maßnahmen und einer viel zu späten Operation im vergangenen Jahr will die Profi-Triathletin jetzt wieder angreifen und arbeitet akribisch an ihrem Comeback. Von Dirk Beutel

Für einen Profi-Sportler gibt es nichts Schlimmeres als auf Pause gedrückt zu sein. Doch genau das ist Nicole Töpfer passiert. Fast zwei Jahre lang. Bei einem Triathlon verletzte sich Töpfer plötzlich in der Wechselzone als sie vom Rad stieg. „Gleich am Anfang der Laufstrecke ging auf einmal gar nichts mehr“, erinnert sich Töpfer. Ihr damaliger Arzt hielt eine Operation nicht für nötig. Und das, obwohl die Achillessehne der Länge nach etwa 15 Zentimeter eingerissen war. Ein schwerer Fehler, den auch noch so viele Physiotherapeuten nicht korrigieren konnten.

Schon das Abrollen des rechten Fußes schmerzte fürchterlich: „Es ist frustrierend, wenn man nicht mal joggen oder mit seinen Kindern Fußball spielen oder um die Wette laufen kann“, sagt die 41-Jährige. Bis sich Töpfer endlich entschied, den Arzt zu wechseln, der schließlich eine Operation einleitete. Das war vor sieben Monaten.

Langsames, aber diszipliniertes Training

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Seit Oktober arbeitet Töpfer konsequent an ihrer Genesung. Langsam aber diszipliniert. Eine Minute Joggen. Eine Minute Laufen. Parallel dazu Krafttraining, Schwimmen bei Regen, Radfahren bei gutem Wetter. Dazwischen Seilhüpfen und Hopserläufe. Das Bein hielt und konnte Schritt für Schritt weiter belastet werden. Töpfer ist daher optimistisch, in diesem Jahr endlich wieder bei einem Wettkampf antreten zu können. Je nach Witterung schwingt sie sich im Winter zwei- bis dreimal die Woche aufs Mountainbike. Töpfer: „Die bergige Umgebung hier ist für das Kraft- und Ausdauertraining nicht schlecht.“ Doch sie trainiert nicht nur zu Hause in Rodgau. Über Ostern will sie mit ihrer Familie nach Lanzarote reisen, um dort unter anderen Bedingungen ihr Training zu intensivieren.

Für die Triathlon-Saison hat Töpfer schon Pläne gemacht. Erste Bewährungsprobe für ihr Bein: Ein Triathlon-Sprint am 16. Juni Seligenstadt. Danach sollen Wettkämpfe in Niedernberg (28. Juli) und Rodgau (25. August) folgen.

Die Vorfreude ist groß. Ebenso das Vertrauen in ihre Achillessehne: „Die reißt nicht mehr. Sie wurde stabil vernäht.“ Trotzdem hat die Verletzung Töpfer verändert: „Ich habe gelernt, von Wettkampf zu Wettkampf zu denken. Es kann immer so viel passieren, vor allem nach so einer langen Pause.“

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