Triathlet aus Frankfurt siegt in Österreich

73-Jähriger erzielt Weltbestzeit beim Ironman

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Der 73-jährige Jürgen Strott hat in seiner Altersklasse den in Jahresweltbestzeit den Ironman Austria gewonnen.

Frankfurt – Was für ein Mann! Was für eine Leistung! Mit 73 Jahren hat Jürgen Strott, Triathlet bei Eintracht Frankfurt, den Ironman Austria in seiner Altersklasse mit Jahresweltbestzeit gewonnen. Dabei ist der Eintrachtler ein echter Spätzünder was den Triathlon-Sport anbelangt. Von Dirk Beutel

Sportlich unterwegs war Strott zwar schon immer – im Judo, Volleyball und im Windsurfen hat er sich jeder Herausforderung gestellt. Aber erst vor etwa zwölf Jahren fing er mit dem Laufen an – und stellte sich dem Wettkampf aus einer Bierlaune heraus. Doch daraus wurde brutale Realität als er sich seinem ersten Duathlon bei Blau-Gelb Frankfurt und schließlich seinem ersten richtigen Marathon in Essen stellte und ihn mit einer Zeit von 3:52:57 Stunden bewältigte. Auf Initiative seines Sohnes begann der Rentner dann schließlich mit dem Triathlon. Und auch dort sammelte der 73-Jährige stolze Erfolge. Sein wahrscheinlich größter: Die Teilnahme 2010 beim Ironman auf Hawaii, die er nach seinem Sieg beim Ironman Austria in Klagenfurt am Wörthersee wiederholen darf.

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In seinen Trainingshochphasen quält sich Strott bis zu zwanzig Stunden in der Woche. Über das Jahr hinweg gesehen, trainiert er durchschnittlich drei Stunden Schwimmen (sechs Kilometer), fünf Stunden Laufen (50 Kilometer) und fünf bis sechs Stunden Radfahren (140 Kilometer) pro Woche. Das war auch in etwa das Pensum, mit dem er sich vor vier Jahren für den Ironman Hawaii qualifizierte.

Übrigens: In Klagenfurt kam Strott nach 12:45:02 Stunden ins Ziel, 43 Minuten vor dem Zweitplatzierten. Damit ist er bislang der einzige Triathlet, der in diesem Jahr bei einem Ironman in der Altersgruppe 70 bis 74 Jahren unter 13 Stunden geblieben ist.

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