Trendsport erobert die Region

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Padel in Action: Fabian Schmidt (links) und Justus Herbert, eigentlich Tennisspieler, testen die neue Trendsportart mit dem Ball.

Region Rhein-Main – Eine neue Trendsportart aus Südamerika erobert Frankfurt: Padel heißt das Spiel mit dem Ball. Den Mix aus Tennis und Squash kann man jetzt beim TC Niddapark ausprobieren. Trainerin Coletta Bullach zeigt, wie’s funktioniert. Von Mareike Palmy

Gleich vorweg: Padel hat nichts mit Paddeln zu tun, sondern ist eine neue Ballsportart für Landratten. Der Name geht auf den Schläger zurück, der durch seine breite Schlagfläche aussieht wie eine große Bratpfanne mit Löchern – oder eben ein Paddel.

Padel-Trainerin Coletta Bullach zeigt, wie der Trendsport funktioniert.

Auf den ersten Blick erinnert auch das 20 mal zehn Meter große Kunstrasenfeld am Ginnheimer Wäldchen, umgeben von Glaswänden, eher an eine Freiluftvariante von Squash. Dabei ist Padel-Tennis viel leichter zu lernen und man kommt dabei längst nicht so ins Schwitzen. „Es ist nicht schwer. Eigentlich kann jeder Padel spielen. Ob jung oder alt, tenniserfahren oder nicht. Im Spiel gelten die Grundregeln des Tennis-Doppelspiels“, sagt Trainerin Coletta Bullach.

Die 24-jährige Frankfurterin muss es wissen, war sie es doch, die sich gemeinsam mit ihrem Vater Hubert für den neuen Padel-Court in der Mainmetropole stark gemacht hat. Im Urlaub auf Mallorca entdeckten beide die neue Ballsportart. „Da hat jedes Dorf seinen eigenen Padel-Platz. Es ist unglaublich, Frauen spielen mit Männern, ganz viele Kinder spielen miteinander, Alte, Junge, Dicke, Dünne, Kleine, Große: jeder spielt Padel”, sagt sie. Für Familie Bullach stand sofort fest: „So etwas brauchen wir in Frankfurt auch“. Doch aller Anfang war nicht leicht, schließlich steckt Padel noch in den Kinderschuhen und beginnt gerade erst, Deutschland zu erobern. „Der Verein hat aber den Zeitgeist erkannt. Neben unserem Frankfurter Platz gibt es deutschlandweit nämlich nur noch die Anlagen am Chiemsee und in Cuxhaven“, weiß Bullach. „Bald ziehen die anderen Großstädte aber nach. In Berlin, Köln und Trier eröffnen auch bald Plätze. Schließlich steigt die Nachfrage nach modernen Trendsportarten stetig“, so die Expertin.

Und aller Aufwand hat sich gelohnt: Das Ergebnis dieser einstigen Idee steht nun architektonisch perfekt gelöst zwischen zwei Tennisplätzen und fügt sich optimal ins Betriebskonzept des Tenniszentrums ein. Auch trotz der vielen Regentage ist der Platz des Tennisclubs Niddapark oft belegt. „Hauptsächlich Spanier spielen bei uns oder Familien, die’s aus dem Urlaub kennen, kommen auf ein Match vorbei. Aber auch Mitglieder anderer Tennisvereine probieren Padel aus“, sagt Coletta Bullach. Die Flughafen-Mitarbeiterin spielt schon seitdem sie sechs Jahre alt ist Tennis. Die neue Trendsportart findet sie aber klasse: „Es macht einfach Spaß. Der Schläger ist leichter zu handhaben, also kann man viel schneller Erfolgserlebnisse feiern. Padel hat unglaublich großes Potential. Die Leute wissen es nur noch nicht, aber mit unserer Anlage tragen wir gerne dazu bei, dass sich das ändert.

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