Trauerspiel Wintersport – ohne Schnee nix los

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Bislang war der Winter im Hochtaunus nur ein Schatten seiner selbst. Ski-Langläufer kamen gar nicht auf ihre Kosten.

Taunus – Väterchen Frost und Frau Holle haben in diesem Winter den Hochtaunus bislang so gut wie nicht bedacht. Sehr zum Frust der Wintersportfreunde in der Region. Von Norman Körtge

Das Präparieren von Langlaufspuren ist nicht möglich. Die Skilifte sind nicht im Betrieb“, lautet die aufgesprochene Meldung beim Schneetelefon des Naturpark Hochtaunus. Seit dem 8. Januar ist die Ansage nicht mehr aktualisiert worden. Kein Wunder, denn wintersport-technisch gibt es auch nichts Neues zu vermelden.

Wir brauchen eine 15 Zentimeter hohe und geschlossene Schneedecke, um die Loipen zu spuren“, erklärt Uwe Hartmann, Geschäftsführer des Zweckverbandes „Naturpark Hochtaunus“ mit Sitz in Oberursel. Und diese Schneehöhe habe es in diesem Winter eben noch nicht gegeben. Allerdings ist alles vorbereitet, wenn doch noch der Winter mit reichlich Schneefall rund um den 881 Meter hohen Feldberg Einzug halten sollte. „Die Loipenstrecken sind gemulcht und freigeschnitten“, sagt Hartmann. Zirka 120 Arbeitsstunden sind in die Präparierung des zirka 43 Kilometer umfassenden Loipen-Netzes gesteckt worden.

Da bislang nur wenig Schnee gefallen sei und es auch nur wenige Tage gab, an denen eine knackige Kälte vorherrschte, um dem Wald ein winterliches Ambiente zu bescheren, blieben bislang auch viele Tagesgäste aus. Das schmerze natürlich die Gastronomie, schätzt Uwe Hartmann die momentane Lage ein. Ganz verloren geben will er aber die Wintersaison noch nicht. „Wir hatten auch schon Winter gehabt, wo wir im März noch Loipen gespurt haben“, berichtet Hartmann.

Die Schneetelefon-Bandansage für den Hochtaunus ist unter Telefon (06171) 507817 erreichbar. Mehr Informationen zu Loipen, Skiliften und anderen Möglichkeiten auch im Internet auf der Seite www.naturpark-hochtaunus.de.

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