Totilas – volle Konzentration auf den Sport

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Stefanie Bistan aus Österreich war auf Juvina im vergangenen beim Internationalen Festhallen Reitturnier erfolgreich

Kronberg/Frankfurt – Als Schleifenmädchen und als erfolgreicher Springreiter sind sich Ann Kathrin Linsenhoff und Paul Schockemöhle schon 1969 in der Frankfurter Festhalle über den Weg gelaufen. 43 Jahre später richten sie das traditionsreiche Turnier nun gemeinsam aus.

Damit der Kronberger Matthias Rath auf Totilas nächstes Jahr wieder sportliche Erfolge feiern kann, soll das Pferd vorerst nicht mehr als Deckhengst genutzt werden.

Alles will Ann Kathrin Linsenhoff nun wirklich nicht verraten, was vom 13. bis 16. Dezember in der Frankfurter Festhalle zu sehen sein wird. „Dann gibt es ja überhaupt keine Überraschung mehr“, sagt die Dressur-Olympiasiegerin von 1988. Und so bleibt die Farbgestaltung erst einmal ihr Geheimnis. Kein Geheimnis ist, dass es nicht mehr nur der Zehn-Millionen-Euro Hengst Totilas ist, der das Ehepaar Ann Kathrin Linsenhoff / Klaus Martin Rath und Pferdezüchter Paul Schockemöhle als gemeinsame Besitzer verbindet. Denn das Kronberger Paar vom Schafhof hat den Norddeutschen mit ins Boot geholt, um eben jenes Reitturnier in Frankfurts „Guter Stube“ einen neuen Impuls zu geben.
Dazu gehört neben jener geheimnisumwitterten Farbgebung auch, dass die Verkaufsmeile rund um den 30 Meter breiten und 70 Meter langen Reitplatz verschwindet und nach draußen verlagert wird. „Der Sport soll im Mittelpunkt stehen“, gibt Rath die Devise aus. Und davon gibt es an den vier Tagen jede Menge. Dem Dressurprogramm haben Schockemöhle und Linsenhoff ein neues, attraktives Erscheinungsbild gegeben. Den Mittelpunkt bilden die drei Championatsprüfungen mit einem Preisgeld von insgesamt 85.000 Euro. Hinzu kommen die Finals der beiden bedeutendsten Dressurserien für junge Grand-Prix-Pferde: Der Nürnberger Burg-Pokal und der Louisdor-Preis. Bei den vier Weltranglistenspringen werden insgesamt 155.000 Euro verteilt. 

Nicht mit in der Festhalle sein wird Wunderhengst Totilas, dem Mitbesitzer Schockemöhle ein vernichtendes Zwischenzeugnis ausstellte. „Mit Totilas ist alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte“, sagte er diese Woche bei seinem Besuch auf dem Schafhof. Die Konsequenzen nach den sportlichen Enttäuschungen stehen für ihn fest: „Im nächsten Jahr wird ausschließlich der Sport im Vordergrund stehen.“ Seiner Tätigkeit als Deckhengst wird Totilas dann nicht mehr nachgehen. Die finanziellen Einbußen dürften in die Hunderttausende gehen. Doch das alles soll die Vorfreude auf das Festhallen-Reitturnier nicht schmälern. Infos und Tickets für das Turnier unter www.reitturnier-frankfurt.de. nkö

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