Sören Kah, Lisa Hahner und Tinka Uphoff dabei

Drei schnelle Hessen beim Marathon in Frankfurt

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Vizeweltmeister Vincent Kipruto aus Kenia wird in diesem Jahr beim Frankfurt Marathon an den Start gehen. 2010 lief er in Rotterdam seine bislang persönliche Bestzeit: 2:05:13 Stunden.

Frankfurt – Knapp 100 Tage vor dem BMW-Frankfurt-Marathon hat das Team um Renndirektor Jo Schindler und dem Sportlichen Leiter Christoph Kopp die Verpflichtung der ersten Top-Läufer bekannt gegeben. Aber auch zwei Frankfurter und eine Osthessin wollen auf sich aufmerksam machen. Von Norman Körtge

Die hessischen Sportfreunde am Fernsehgerät werden am 27. Oktober nicht vor die Wahl gestellt – entweder Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel aus Heppenheim die Daumen beim Großen Preis von Indien drücken oder bei der spannenden Schlussphase beim Frankfurt Marathon dabei sein. „Es hätte keinen Sinn gemacht mit der Marathon-Live-Übertragung komplett gegen Vettel und die Formel 1 anzusenden“, sagt Renndirektor Jo Schindler. Deshalb sei man dem Wunsch des HR-Fernsehens nachgekommen und startet dieses Jahr eine halbe Stunde später um 10.30 Uhr. Ansonsten hätten sich die Zieleinläufe im fernen Indien und im heimischen Frankfurt überschnitten.

Moskau statt Frankfurt

Am Main könnte Vincent Kipruto die Nase vorne haben und als Erster in die Festhalle einlaufen. Mit dem amtierenden Vizeweltmeister aus Kenia (Bestzeit 2:05:13 Stunden) und seinem Landsmann Gilbert Kirwa, der 2009 in Frankfurt den damaligen Streckenrekord aufstellte (2:06:14 Stunden), gab der Sportliche Leiter Christoph Koop die Verpflichtung der ersten beiden Spitzenläufer bekannt. Zwar werden noch weitere Topathleten das Elitefeld auffüllen, ein alles überstrahlender Läufer wie Weltrekordhalter Patrick Makau (2:03:38 Stunden) im vergangenen Jahr wird nicht dabei sein. „Das ist auch der Leichtathletik-Weltmeisterschaft geschuldet“, berichtet Schindler. Viele Top-Läufer würden im August in Moskau an den Start gehen und dann nicht mehr in Frankfurt laufen.

Schritt für Schritt in Form

Hingegen fiebert Sören Kah, einer der schnellsten deutschen Läufer (2:13:57), dem Heim-Marathon entgegen. Vor allem deshalb, weil er nach zwei Knieoperationen sich Schritt für Schritt wieder in Form bringt. Da ist Lokalmatadorin Tinka Uphoff von Spiridon Frankfurt schon weiter und ihre Zielsetzung klar formuliert. Sie möchte ihre persönliche Bestzeit von 3:03 Stunden deutlich unterbieten. Angepeilt sind 2:45 Stunden.

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Die aus Osthessen kommende Lisa Hahner, will eine andere Zeitmauer durchbrechen. Nach ihrem Marathondebüt in Frankfurt im vergangenen Jahr in 2:31:28 Stunden, will sie nun unter 2:30 Stunden unterbieten. Das hat die kenianische Top-Läuferin Caroline Kilel mit 2:23:25 Stunden bereits gepackt. Ihre Verpflichtung wurde ebenfalls diese Woche verkündet.

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