TTC Ober-Erlenbach will in die eingleisige Liga zwei

Zwei Endspiele in 24 Stunden

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Hat noch ein paar Extraschichten im Training eingelegt: Julian Mohr feuert sich an.

Der TTC Ober-Erlenbach hat es selbst in der Hand, die Weichen für die neue eingleisige Zweite Liga zu stellen. Dafür überlassen die Kurstädter nichts dem Zufall.

Bad Homburg – Für den TTC Ober-Erlenbach geht es am Wochenende um (fast) alles. Mit Siegen in Velbert und Köln hätten die Kurstädter das Ticket für die neue eingleisige Zweite Tischtennis-Bundesliga sicher. Doch selbst wenn der TTC auf Platz sechs zurückfällt, gibt es noch ein Hintertürchen.

Obwohl der TTC Ober-Erlenbach am vergangenen Wochenende pausierte, durfte er sich freuen: Möglich macht’s die Niederlage des SV Plüderhausen im Erstliga-Kellerduell mit Post SV Mühlhausen. Da der SVP als nun feststehender Absteiger nicht für die Zweite Liga gemeldet hat, gibt es einen weiteren Platz im Unterhaus zu besetzen.

Dieser wird im Relegationsspiel zwischen dem Tabellensechsten aus der Nord- und Süd-Staffel ermittelt. Eine Konstellation, die der TTC als Tabellenfünfter wohlwollend zur Kenntnis nimmt, in der Vorbereitung auf die beiden Endspiele aber ausblendet. „Wir haben es selbst in der Hand, eine überragende Saison mit der Qualifikation für die Zweite Liga zu krönen“, sagt Teammanager Johannes Herrmann. Dafür müssen die Ober-Erlenbacher (15:17 Punkte) den rettenden fünften Rang vor der Konkurrenz aus Brackwede (15:19) und Köln (14:18) verteidigen. Das sonntägliche Abschlussspiel in Köln könnte zum absoluten Krimi werden.

TTC überlässt nichts dem Zufall

Die Ausgangslage spricht für das Team um Topspieler Thomas Keinath, das im Hinspiel mit 6:3 die Oberhand behielt. Vielleicht reicht den Kurstädtern diesmal ein Unentschieden, unter Umständen sogar eine Niederlage, um das große Ziel zu erreichen. Nämlich dann, wenn die Kurstädter am Samstag beim Tabellenneunten Velbert gewinnen und der 1. FC Köln im Parallelspiel in Herne (4.) verliert. „Es liegt alles sehr dicht beieinander, wir sind gut beraten, uns voll und ganz auf uns zu konzentrieren“, sagt Sprecher Wieland Speer.

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Ober-Erlenbach kämpft gegen den Abstieg

Dafür überlassen die Ober-Erlenbacher nichts dem Zufall. Die Nummer eins, Thomas Keinath, trainierte dieser Tage mit der Deutschen Nationalmannschaft in Saarbrücken, wo sich das Team von Bundestrainer Jörg Rosskopf auf die WM in Tokio vorbereitet. Julian Mohr legte nach den Abiturprüfungen gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Jens Schabacker sowie Dominik Scheja ein paar Extra-Schichten ein. Alle vier sind fit und heiß auf die Endspiele in Nordrhein-Westfalen. Bestenfalls sollen schon in den Anfangsdoppeln die Weichen für den Erfolg gestellt werden. „Ein guter Start könnte zusätzliche Sicherheit und großes Selbstvertrauen für die Einzel geben“, betont Speer.

Mögliches Relegationsspiel in Seligenstadt

Im Hinspiel gegen Velbert ging die Rechnung auf. Nach 2:0-Führung waren die Ober-Erlenbacher nicht mehr aufzuhalten. Per Video-Analyse stimmten Trainer Oliver Weber und der Sportliche Leiter Sven Rehde ihre Schützlinge ein, um die letzten taktischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Bereits am Freitag reiste die Mannschaft an, um sich optimal auf die Halle einzustellen. Schon jetzt sieht Teammanager Herrmann die Erwartungen übertroffen – auf und abseits der Platten.

„Für drei unserer vier Spieler war die Zweite Liga absolutes Neuland, aber wir haben immer an uns geglaubt. Zudem haben wir mit Abstand den höchsten Zuschauerschnitt in der Liga. Das ist sensationell.“ Falls die Ober-Erlenbacher am letzten Spieltag noch auf den sechsten Platz verdrängt werden, kommt es am Osterwochenende zum Relegationsspiel in Seligenstadt. Gegner wäre der ASV Grünwettersbach oder SC Fürstenfeldbruck. zin

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