Der Tennis-Hessenmeister im Interview

Julian Lenz schlägt für Bad Homburg auf

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Julian Lenz startet mit dem TC Bad Homburg in die Regionalliga-Saison.

Im Interview spricht das 21-jährige Tennis-Talent Julian Lenz aus Bad Homburg über seine Entwicklung auf dem College und den Sprung ins Profigeschäft.

Bad Homburg – Während der Semesterferien an der Universität von Baylor (USA) zieht es Tennis-Talent Julian Lenz in die Heimat. Ausruhen kann sich der Bad Homburger in dieser Zeit aber nicht. Nach dem Titel bei den Hessenmeisterschaften stehen mehrere Turniere und die Regionalliga-Saison mit dem TC Bad Homburg auf dem Programm.

Herr Lenz, welche Bedeutung hat der Triumph bei den Hessenmeisterschaften für Sie?

Die Hessenmeisterschaften sind für mich ein besonderes Turnier, zumal sie das dritte Mal in meinem Heimatklub ausgetragen wurden. Außerdem war es für mich das erste Turnier auf Sand seit neun Monaten und somit die optimale Vorbereitung auf die beginnende Sandplatz-Saison.

Im gesamten Turnierverlauf haben Sie keinen Satz abgegeben. War es ein Selbstläufer?

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Nein, das würde ich nicht sagen. Mein Finalgegner ist hohes Risiko gegangen und hat wesentlich mehr Gegenwehr geleistet, als ich das erwartet hatte. Insgesamt befinde ich mich in einer sehr guten Verfassung.

Wie fällt die Zwischenbilanz in diesem Jahr aus?

Auf jeden Fall positiv. Natürlich gibt es hier und da noch Baustellen, an denen ich intensiv im Training arbeite, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Vor allem die Konstanz in der ersten Jahreshälfte hat gepasst. Es gab wenige Leistungsschwankungen. Das war vorher noch mein großes Manko. Diese Beständigkeit zählt für mich auf jeden Fall mehr als einzelne Resultate.

Vor zwei Jahren entschieden Sie sich für ein Studium in den USA und erstmal gegen eine Profi-Karriere. Haben Sie diesen Schritt bereut?

Es war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Die USA bietet einen optimalen Mix aus Tennis und Studium: Jeden Tag strukturiertes Training, viel Arbeit im athletischen Bereich und die Tatsache, dass ich auf mich alleine gestellt bin, haben mich vorangebracht. Ich hoffe, dass ich das künftig noch häufiger auf dem Platz zeigen kann.

Der Frankfurter Tim Pütz hat sich mit der Qualifikation für das Turnier in Wimbledon einen Traum erfüllt. Was hat dieser Überraschungserfolg bei Ihnen ausgelöst?

Das ist natürlich eine Riesensache und eine Bestätigung für die kleine Trainingsgruppe um unseren gemeinsamen Trainer Jochen Müller. Wir sind auf dem richtigen Weg. Ich gönne es Tim sehr, weil er ein netter Typ ist und schon einiges in den Sport investiert hat.

Wann sieht man Julian Lenz als Profi im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers?

Da gibt es keinen genauen Zeitplan. Ich kann nur soviel sagen: Ich trainiere auf jeden Fall wie ein Profi und verfolge den Sport sehr professionell. Bei mir dreht sich alles um Tennis.

Mit dem Tennis-Club Bad Homburg starten Sie am kommenden Wochenende in die Regionalliga-Saison. Mit welchen Erwartungen?

Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. Durch die kurzfristige Absage von Antonio Lupieri fehlt uns ein sehr wichtiger Spieler, den wir nicht ersetzen können. Deshalb wird es ein ganz schwieriges Jahr für uns. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es trotzdem schaffen können. zin

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