FSV Frankfurt bereitet sich in Österreich auf die kommende Saison vor

Team muss sich neu finden

Testspiel gegen die SG Eintracht Ober Mockstadt: Frankfurts Stürmer Timm Golley (rechts) setzt sich problemlos gegen Marc Kern und Max Jakob durch. Foto: Hübner

Frankfurt/Feldkirchen – Seit Donnerstag schwitzt der FSV Frankfurt im Trainingslager in der Nähe von Feldkirchen (Österreich). Im feudalen Hotel Schloss Mühldorf soll die Mannschaft den richtigen Schliff bekommen. Aber dem Verein steht eine schwierige Saison bevor.

Zweimal täglich schwitzen, heißt es zurzeit bei fast 40 Grad für die Profis. Die Vorbereitung ist aber auch verdammt wichtig. Zwölf Abgängen stehen bisher zwölf Neuzugänge gegenüber. Da muss sich die Mannschaft erst mal finden. Geschäftsführer Clemens Krüger: „Wir wollen noch einen offensiven Mittelfeldspieler und einen Stürmer verpflichten.“ Ist auch nötig. Vincenzo Grifo, der Spielmacher der vergangenen Saison, ist nach Freiburg abgewandert. Es wird verdammt schwer sein, diese Position gleichwertig zu besetzen. Dazu ist Amine Aoudia nicht aus seiner algerischen Heimat zurückgekommen, obwohl er noch ein Jahr Vertrag hat. Seine Begründung: „Mein Papa ist krank und ich kann nicht kommen.“ Gerüchte besagen aber auch, dass er in Algerien spielen will. Krüger: „Wenn ein Verein eine entsprechende Ablöse zahlt, kann er gehen. Ansonsten kriegt er natürlich kein Gehalt mehr.“ Nächste Baustelle: Joan Oumari! Der Abwehrspieler will unbedingt weg, hat aber noch Vertrag bis 30. Juni 2017. Krüger: „Wir haben nicht die Absicht einen Stammspieler gehen zu lassen. Bei einer siebenstelligen Ablöse können wir mal drüber nachdenken.“ Viel Arbeit also für Krüger und Trainer Tomas Oral. Da es keinen sportlichen Leiter mehr gibt, müssen sich die Beiden um alles kümmern.

Trotzdem schaut Oral optimistisch in die neue Saison: „Die Jungs ziehen alle gut mit. Ich denke, wir haben eine gute Mannschaft zusammen.“

Jetzt muss er nur noch im heißen Trainingslager dafür sorgen, dass aus vielen neuen Einzelspielern eine Mannschaft wird. Bis zum 12. Juli hat er dafür Zeit. msä

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare