3:0-Arbeitssieg über Freiburg

Stürmische Löwen mit Einbahnstraßen-Eishockey

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Der Freiburger Torwart Jonathan Boutin hatte viel zu tun in der Eissporthalle. Hier prüft ihn Löwe Matt Tomassoni.

Frankfurt – Mit einem 3:0-Arbeitssieg über Aufsteiger Freiburg verbesserte sich Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt auf Platz drei der Tabelle. Von Uwe Lange

Das Team vom Main begann mit dem nach seiner Handverletzung wiedergenesenen Torjäger Richie Mueller im Sturm, setzte im Tor in Philip Lehr erneut auf die Förderlizenz-Leihgabe aus Nürnberg. Gegen defensiv stehende Gäste taten sich die Löwen zu Beginn sehr schwer, nahmen die Mannschaft aus dem Breisgau nach der überraschenden 2:4-Pleite vor drei Wochen in Freiburg sehr ernst. So stürmten die Schützlinge von Coach Tim Kehler nicht auf Teufel komm raus auf das Tor der Wölfe, die ihrerseits auf ein Fehlverhalten der Löwen hofften, um diese dann auszukontern.

3.800 Fans fieberten in der Eisporthalle mit

Erst der Winkelkracher von Clarke Breitkreuz (9. Minute) erlöste das Frankfurter Team von der Torflaute, als ein Konter der ersten Reihe erfolgreich war. Dieser Formation, die für alle drei Treffer verantwortlich zeichnen sollte, bescheinigte ein zufriedener Trainer Tim Kehler später der Matchwinner gewesen zu sein.

Über 3.800 Zuschauer sahen auch im zweiten Abschnitt pausenlos angreifende Frankfurter, die sich an der kompakten Abwehr der Freiburger oft die Zähne ausbissen. Wie man es macht, zeigte Stefan Chaput der seinen Schläger in einen Schuss von Abwehrkollege Matt Tomassoni hielt und unhaltbar abfälschte (32.). Auch die Nachverpflichtung der Löwen wusste zu gefallen, „er hat heute sein bestes Spiel für uns gemacht“ attestierte der 44-jährige Kanadier dem Torschützen und Landsmann eine starke Leistung. In dieser Phase zeigte Freiburg etwas engagierteres Hockey, ohne jedoch wirklich gefährlich zu wirken.

Kehler: "Haben die richtige Antwort gegeben"

Auch das letzte Drittel bot das gewohnte Bild, Einbahnstraßen-Hockey Richtung Wölfe-Tor mit vielen Chancen, aber zu wenig Effizienz. Als es Frankfurts Bestem Nils Liesegang in Überzahl (55.) zu bunt wurde, setzte er den Puck über die Fanghand des Gäste-Torhüters Jonathan Boutin humorlos in die Maschen. Der Fangschuss für die Freiburger war der Höhepunkt eines mäßigen Matches, zu dem der Gast wenig an Unterhaltung beitrug, selbst nach einem Rückstand nur auf ein vernünftiges Ergebnis und dem Prinzip Hoffnung setzte. Das Fazit des Löwen-Coaches war durchweg positiv: „Wir haben die richtige Antwort auf die beiden schwachen Spiele in Freiburg und Bietigheim geben, das war ein guter Start ins Wochenende. Etwas Glück hatten wir vor unserem entscheidenden 3:0 auch, als Freiburg in Überzahl eine Großchance liegenließ. Dieses Mal haben wir uns das Glück aber erarbeitet und somit auch regelrecht verdient“.

Gegen Crimmitschau soll wieder Philip Lehr ins Tor

Kehler wird beim Spiel in Crimmitschau (Sonntag, 17 Uhr) erneut auf Philip Lehr zwischen den Pfosten setzen, der den langzeitverletzten Finnen Antti Ore bislang gut vertrat. Dennoch scheinen die Verantwortlichen der Frankfurter bei einem Torwart-Ersatz fündig geworden zu sein, da „wir einen Wunschkandidaten im Auge haben und hoffentlich bald auf die Zielgeraden einbiegen, den Abschluss melden können“. Da Sportdirektor Rich Chernomaz mit der ungarischen Auswahl noch im Ausland weilt wird wohl erst nach seiner Rückkehr Nägel-mit-Köpfen gemacht und seinen Löwen ein Geschenk unter den Weihnachtsbaum gelegt.

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