Spitzenspiel der GFL 2

Standortbestimmung für die Frankfurter Galaxy gegen Kirchdorf Wildcats 

Frankfurt - Ein echtes Spitzenspiel erwartet die Fans der Frankfurt Galaxy am heutigen Samstag (Kick-off 19 Uhr), wenn der aktuelle Liga-Zweite in der German Football League 2 (GFL2) auf die Kirchdorf Wildcats am Bornheimer Hang trifft. Von Uwe Lange

Jermain Elser (Darmstadt Diamonds), John Clements und Daniel Kozak (Frankfurt Galaxy) im Dreikampf (von links).

Mit dem amtierenden Südmeister und Tabellendritten aus Bayern stehen die Schützlinge von Headcoach Markus Grahn am amerikanischen Unabhängigkeitstag vor der bislang schwersten Aufgabe zur Halbzeit der Saison.

Die Wildcats gelten als sehr defensivstark, waren im letzten Jahr ungeschlagen an der Spitze, verpassten erst in der Relegation gegen ein Team aus der Ersten Liga in zwei Spielen den möglichen Aufstieg.

Doch ausgerechnet die ansonsten so stabile Abwehr schwächelte zuletzt, musste am vergangenen Wochenende sogar gegen das Schlusslicht aus München beim 46:36 Erfolg überraschend viele Punkte in der bayerischen Metropole hinnehmen. „Viele meiner Spieler waren gedanklich schon beim Auswärtsspiel in Frankfurt“ wusste Wildcats-Trainer Christoph Riener eine logische Erklärung für den Schlendrian in seinem Team. Für seine Jungs geht es nach zwei Saisonniederlagen bereits um „Alles oder Nichts“, während die Galaktischen immer noch eine blütenreine weiße Weste haben und noch ohne Punktverlust dastehen.

Grahn meint, verwundbare Punkte entdeckt zu haben

Kirchdorfs Präsident Hans-Peter Klein weiß um die Bedeutung der Begegnung für seine Farben: „Dies wird sicher eine kleine Meisterschafts-Vorentscheidung“, will der Manager der Wildcats den vorhandenen Druck erst gar nicht leugnen.

Sein samstäglicher Frankfurter Gegner Markus Grahn sieht das kommende Match dagegen „als eine echte Standortbestimmung für alle Akteure nach den bislang eher leichten Siegen“.

Der 46-jährige Braunschweiger nimmt jedoch die letzten Resultate des Teams von der österreichischen Grenze nicht als wirklichen Maßstab, beobachtete die Kirchdorfer mit seinem Trainerteam: „Wir haben sie uns angeschaut, meinen ein paar Punkte gefunden zu haben, wo sie angreifbar sind. Und mit unseren tollen Fans im Rücken, die den 12. Mann stellen, wollen wir wieder den Platz als Sieger verlassen“ setzt der Mann an der Seitenlinie erneut auf die stimmgewaltige Unterstützung der mainischen Zuschauer.

Galaxy in der Bundes-Rangliste im Vormarsch

Lachender Dritter der Partie könnten die Dukes aus Ingolstadt werden, die aufgrund zweier mehr gespielten Partien zwar auf Platz eins stehen, aber auch schon eine Niederlage aufweisen, als sie in Kirchdorf knapp unterlagen.  Doch bei einem Sieg der „Men in Purple“ müssten die spielfreien Ingolstädter ihren Platz an der Sonne räumen und sich erstmalig der Favorit aus Frankfurt auf die Position katapultieren, die man auch am Saisonende innehaben möchte.

In der aktuellen bundesweiten Rangliste hat sich die Galaxy schon aufgrund der jüngsten Erfolge auf Platz elf geschoben, ließ damit sogar auch Clubs der Ersten Liga neben den genannten Staffelkollegen hinter sich. „Eine tolle Motivation für Team und Fans“ findet Markus Grahn wie immer die passenden Worte, „aber wir müssen auf dem Platz jede Woche zeigen, dass wir da auch hingehören, uns nicht auf Lorbeeren ausruhen!“

Rubriklistenbild: © Jan Huebner

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