Sportlerfest für Menschen mit Down-Syndrom

Schnelle Schritte, lautes Lachen

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Die Vorfreude ist wieder riesig: Das Down- Sportlerfest verzeichnete vergangenes Jahr einen Zuschauerrekord.

Frankfurt – Rekordbilanz im vergangenen Jahr: Mehr als 2500 Zuschauer und 600 Sportler, die am Down-Syndrom leiden waren beim Sportfest in Frankfurt dabei. Kein Wunder also, dass vor allem bei den Teilnehmern die Vorfreude riesig ist. Von Dirk Beutel

Bisher galten Menschen, die am Down-Syndrom leiden als nur wenig leistungsfähig, das Bindegewebe als zu locker und die typischen Körperproportionen als kaum veränderbar. Von wegen: „Durch regelmäßigen Sport gewinnen Menschen mit Down-Syndrom an Selbstvertrauen und verlieren nebenbei auch noch überschüssiges Körpergewicht. Dazu kommt, dass ihre allgemeine Leistungsfähigkeit, ihre Willenskraft und Ausdauer zunimmt“, sagt Holm Schneider, Leiter des Pädiatrischen Forschungszentrums an der Uniklinik in Erlangen: „Nach einigen Jahren sehen sie genauso athletisch aus wie ein Sportler ohne Down-Syndrom.“

Spaß steht im Vordergrund

Sprinten, Werfen, Springen, Torwandschießen, Tischtennis oder Judo: Beim elften Down-Sportfest im Sport- und Freizeitzentrum Kalbach werden sich wieder zahlreiche Teilnehmer ausprobieren können und ihre Trainingserfolge unter Beweis stellen. Es gibt aber auch Athleten, die sogar bei allen Sportarten mitmachen, andere wollen erstmal ausprobieren, was ihnen überhaupt Spaß macht, denn trotz des sportlichen Ehrgeizes steht der Spaß im Vordergrund.

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Mit dabei sein wird auch wieder der ein oder andere Prominente. Allen voran Joachim Hermann Luger, besser bekannt als Hans Beimer aus der Lindenstraße. Er ist von Anfang an dabei und sorgt für Stimmung, wenn er etwa auf der Laufbahn die Teilnehmer anfeuert. Auch Peyman Amin wird erwartet. Der ehemalige Juror bei Germany´s Next Top Model ist seit drei Jahren mit dabei. Aber er wird sich nicht nur unter die Teilnehmer mischen. Der Model-Scout wird eine Modenschau veranstalten. Sein Engagement für das Festival fand er über seinen Bruder Omid, der das Down-Syndrom hat. Als Nebenschauplätze gibt es zudem einige Workshops wie etwa „We will rock you“ zum Start des Queen-Musicals oder den HipHop-Workshop „Let´s get it started“. Ganz neu ist der Trommelkurs „Drums Alive“. Die einstudierten Choreografien werden bei der Siegerehrung zu hören und zu sehen sein.

Mehr Informationen zum Down-SportlerFestival sind unter www.down-sportlerfest.de zu finden.

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