Nach Zitterpartie endlich ein Lichtblick

Bad Homburg Hornets bleiben in Liga eins

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Die Baseballer aus der Kurstadt sind weiter auf Sponsorensuche.

Bad Homburg – Rettung kurz vor Ultimo: Die Baseballer der Bad Homburg Hornets bleiben nun doch erstklassig. Nach wochenlanger Hängepartie kam es zu einer Einigung mit dem Verband.

Obwohl die Bad Homburg Hornets sportlich abgestiegen sind, bleiben die Baseballer in der ersten Liga. Wie es dazu kam und wie es für die Hornets weitergeht? Der EXTRA TIPP blickt zurück und schaut voraus.

Wie kam es zum glücklichen Ende der Zitterpartie?

Da kein Zweitligist sein Aufstiegs- beziehungsweise Relegationsrecht in Anspruch nahm, blieb ein Erstliga-Platz vakant. Bis zum 1. Oktober hätten sich die Hornets dafür bewerben müssen. Da die finanziellen Möglichkeiten zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichten, baten die Bad Homburger um eine Fristverlängerung. Der Verband stimmte zu. Die sportliche Leitung um Präsident Joe Whitney erarbeitete daraufhin alternative Finanzierungskonzepte und suchte neue Sponsoren, um die Etatlücke von 20.000 Euro zu schließen. Vor wenigen Tagen erhielten die Hornets nun ein paar verlässliche Sponsorenzusagen. Somit gab die sportliche Leitung grünes Licht für eine weitere Saison in der ersten Liga.

Welche finanziellen Möglichkeiten bieten sich nun?

Durch die Zusage der Sponsoren können die Hornets zumindest mit einem Minimumbudget kalkulieren, das die Sicherung des Spielbetriebs ermöglicht. „Große Sprünge sind damit aber nicht möglich“, betont der sportliche Leiter Roland Spitzegger. Problem: Die Gelder werden erst im Verlauf der Saison eingehen. Ein Risiko, das mit den bereits erfolgten Zusagen für den Vorstand tragbar ist. „Trotzdem müssen wir weiter intensiv nach neuen Sponsoren suchen. Ohne zusätzliche Gelder würde die Saison keinen Spaß machen“, macht der sportliche Leiter Spitzegger deutlich.

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Woher sollen zusätzliche Einnahmen generiert werden?

Firmen-Events sollen etwas Geld in die Kasse spülen. Die Idee: Der Klub stellt sein Vereinsgelände für Baseball und Softballtrainingstage für Firmen zur Verfügung, die ihren Mitarbeitern beispielsweise ein „Team Building“ finanzieren wollen. „Wir wollen das mit einem Rundumpaket anbieten mit Essen, Getränken und Unterhaltung“, erklärt Spitzegger. Vereinspräsident und Entertainer Joe Whitney und seine „StreetLIVE Family“ sollen eine wichtige Rolle übernehmen.

Was wird aus den drei amerikanischen Spielertrainern?

Eliott Glynn hat einen Einjahresvertrag als Assistenztrainer an einem amerikanischen College unterschrieben und wird wohl nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch hinter der Rückkehr von Spenser Payne steht ein großes Fragezeichen. „Ihn wieder im Team zu haben wäre großartig, da die Position des Shortstops schwierig zu besetzen ist und Spenser offensiv enorm stark ist“, sagt Spitzegger. Auch Allrounder Kyle Waddell, der als Werfer und Schlagmann auftrumpfte, soll gehalten werden. „Bei ihm sehe ich die größten Chancen. Alles hängt natürlich auch von deren Lebensplanung ab“, so Spitzegger. Fest steht: Ohne Unterstützung aus den USA sind die Hornets nicht wettbewerbsfähig. Doch für die Verpflichtung braucht es entsprechende Mittel. „Wir werden amerikanische Spieler holen, wie viele und wen, wird man sehen“, so Spitzegger. zin

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