Auf dem Weg an die Spitze

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Pamela Blazek visiert den Ball an: Die Bad Sodenerinnen beim Heimspiel in der Hasselgrundhalle gegen Sonthofen am 26. Februar.

Bad Soden – Noch fünf Spiele sind es bis zum Saisonende, doch schon jetzt stehen die Damen I der TG Bad Soden besser da als je zuvor. Das schwerste Spiel steht den Volleyballerinnen jedoch noch bevor. Von Julia Renner

Offiziell hatten wir für diese Saison 20 Punkte anvisiert, inoffiziell 21“, sagt Trainerin Elena Kiesling. Das haben sie längst erreicht, derzeit haben die jungen Frauen 26 Punkte, stehen auf Tabellenplatz fünf. „Damit haben wir mehr erreicht, als wir uns haben träumen lassen“, sagt die 29-Jährige. In die erste Bundesliga aufzusteigen wäre das Größte für das Team, „aber daran brauchen wir nicht zu denken“, sagt Kiesling. „Wir sind ein reiner Amateurverein, dafür ist kein Geld da.“ Der Etat müsste mindestens verachtfacht werden, sagt Kiesling, die selbst eine Zeit lang in der ersten Liga aufgeschlagen hat.

Trainerin Elena Kiesling.

Anreize gibt es allerdings auch in der zweiten Liga noch genug für die Damen I. Die Mannschaft aus Erfurt haben sie bisher nicht schlagen können – als einziges Team aus der zweiten Liga. Am Sonntag, 15. April, steht gegen Erfurt das letzte Heimspiel der Saison in der Hasselgrundhalle an.Am kommenden Sonntag, 18. März, wartet jedoch noch ein anderer Gegner: Die Roten Raben Vilsbiburg. „Die sollten wir schlagen. Wir müssen konzentriert unsere Leistung abrufen.“ In den vergangenen beiden Spielen „fehlte der letzte Biss“, sagt die Trainerin. Bei der nächsten Partie „müssen wir richtig ranklotzen“. Kiesling will mehr Variabilität ins Spiel bringen und die Aufschläge müssten besser werden. Daran arbeiten die jungen Frauen dreimal pro Woche.

Festsetzen an der Tabellenspitze

Doch nicht nur die Schwächen sind der Mannschaft bewusst: „Wir können wechseln, ohne dass das Niveau sinkt und der Zusammenhalt ist sehr gut, das macht stark.“ Die guten Leistungen der Damen I haben sich herumgesprochen unter den Bad Sodenern. Mittlerweile kommen bis zu 200 Zuschauer zu den Heimspielen. Das wachsende Interesse spornt die Volleyballerinnen zusätzlich an. „Wir wollen uns mit guten Spielen aus der Saison verabschieden,“ sagt Kiesling, die selbst auch als Spielerin mit auf dem Feld steht.

Vor allem das Spiel gegen Erfurt wird für die Bad Sodener eine Herausforderung. Bisher konnten sie gegen das Team nicht gewinnen. „Das wird eine harte Aufgabe.“ Dass es gegen die Erfurterinnen bisher nie geklappt hat, motiviere die Spielerinnen aber noch zusätzlich.

Das Ziel für diese und auch für die kommende Saison steht übrigens schon fest: „Wir wollen uns an der Tabellenspitze festsetzen“, sagt Elena Kiesling. Wenn es dann noch wenigstens eine Aufwandsentschädigung für die Frauen geben würde, wären sie rundum zufrieden. Denn bisher bekommen die Zweitligistinnen nicht einmal das Spritgeld erstattet, obwohl sie aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet kommen, um in Bad Soden aufzuschlagen.

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