Spiel mit Scheibe aber ohne Schiri

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Bianka Fohgrub (links) und Sonja Böhringer trainieren mit der Frisbee, auch wenn keine So nne scheint und es kalt ist.

Frankfurt – Das Frankfurter Stadtoriginal Frau Rauscher steht nicht nur für den Apfelweingenuss – sie ist auch Namensgeberin des Ultimate-Frisbee-Damenteams der Frankfurter Eintracht. Am kommenden Wochenende findet wieder ein Turnier in der Mainmetropole statt. Von Norman Körtge

Es erinnert stark an American Football: Ultimate Frisbee. Doch während beim Spiel mit dem Leder-Ei die Spieler in schützender Montur über das Spielfeld rennen und Körperkontakt erwünscht ist, ist dieser beim Sport mit der Scheibe tabu. Aber deshalb nicht weniger spektakulär. Denn um zu punkten muss die Frisbee in der gegnerischen Endzone gefangen werden – was das verteidigende Team verhindern will.

„Es ist ein sehr lauffreudiger und spaßiger Sport“, erzählt Maria Lungwitz, die seit dreieinhalb Jahren das 175 Gramm leichte Sportgerät und ihre Mitspieler nicht mehr missen mag. „Es ist eine überschaubare und freundliche Szene“, so die 30-Jährige. In dieser werde der Fairplay-Gedanke hoch gehalten. Dementsprechend ist die wichtigste Regel der „Spirit of the Game“. Dieser Spielgeist beinhaltet, dass zwar der kämpferische Einsatz gefördert wird, aber niemals auf Kosten des Respekts vor dem Gegner, der Regeln und dem Spaß am Spiel. Dieser Gedanke wird sogar so hoch gehalten, dass das Spiel ohne Schiedsrichter auskommt. „Wenn etwas unklar ist, wird es ausdiskutiert“, berichtet Lungwitz.

Das Damen-Team der Frankfurter Eintracht  spielt seit zwei Jahren in der ersten Outdoor-Liga

Gespielt wird Ultimate Frisbee sowohl auf einem 100 Meter langen und 37 Meter breiten Spielfeld unter freiem Himmel mit jeweils sieben Spielern pro Team als auch in der Halle auf einem entsprechenden kleineren Feld mit fünf Spielern. Im Gegensatz zum American Football darf sich derjenige, der im Besitz der Scheibe ist, nicht von der Stelle bewegen, sondern muss die Frisbee zu einem Mitspieler passen.

Auch wenn es bei den überwiegend in Deutschland ausgerichteten Turnieren rein um den Spaß am Spiel geht, gibt es drei Wettbewerbsligen und auch die Deutschen Meisterschaft wird ausgespielt. Das Damen-Team der Frankfurter Eintracht mit dem illustren Namen „Frau Rauscher“ spielt seit zwei Jahren in der ersten Outdoor-Liga. Am kommenden Wochenende, 21. und 22. Januar, spielen sie aber jeweils ab neun Uhr in der Sporthalle der Riedbergschule, Zur Kalbacher Höhe 15. Zuschauer sind willkommen.

Mehr Infos zu den Teams und den Trainingszeiten im Internet unter http://www.eintracht-frankfurt.de oder beim Deutschen Frisbee-Sportverband.

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