Endspurt Zweite Liga

FSV Frankfurt zittert, Darmstädter Lilien hoffen

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Der Moment, der Darmstadt verändern könnte: Das Tor von Tobias Kempe hat das Tor zur Bundesliga nach 33 Jahren für die Lilien weit aufgestoßen. Bereits heute könnte der Aufstieg gelingen. Foto:

Frankfurt – Zehn Spiele ohne Sieg, nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Der FSV Frankfurt zittert wieder um den Klassenerhalt. Am Sonntag muss ein Sieg gegen Union Berlin her. Dagegen tritt Aufstiegsaspirant Darmstadt 98 bei den ebenfalls abstiegsbedrohten Fürthern an. Von Manfred Schäfer

Das hatte man sich beim FSV auch anders vorgestellt. 34 Punkte hatte man schon nach 26 Spieltagen. Seitdem sind aber nur zwei mickrige Pünktchen dazu gekommen. Zuwenig zum Klassenerhalt. Am Sonntag geht’s daheim im Volkspark-Stadion ab 15.30 Uhr gegen Union Berlin.

Seit Donnerstag war die Mannschaft nun schon zum zweiten Mal in einem Trainingslager. In Bad Kreuznach bereitete man sich auf das wohl wichtigste Spiel der Saison vor. Sportchef Uwe Stöver: „Wir wollten uns in aller Ruhe vorbereiten und noch mal alles aus der Mannschaft herausholen.“

Er weiß natürlich, wie wichtig das Spiel ist. Schließlich könnte ja schon ein Sieg aus den beiden letzten Spieltagen (zum Schluss geht’s noch nach Düsseldorf) reichen. „Ich weiß nicht, ob ein Sieg reicht, aber er hilft auf jeden Fall. Zwei Siege wären da schon sicherer“, sagt Stöver.

Finanz-Geschäftsführer Clemens Krüger ist sicher, dass die Mannschaft das packt: „Mit der Dritten Liga haben wir uns nur bei der Lizenzierung beschäftigt. Es ist kein Thema für uns. Die Mannschaft ist stark genug, um die fehlenden Punkte zu holen.“

Außenstürmer gehen beim FSV aus

Das predigt auch Trainer Benno Möhlmann, aber nun schon seit Wochen: „Ich habe immer gesagt, dass wir noch Punkte brauchen. Aber unsere Ausgangsposition ist noch immer nicht so schlecht. Wir haben alles noch in eigener Hand.“

So langsam gehen ihm allerdings die Außenstürmer aus. Nach Denis Epstein hat es beim 0:1 gegen 1860 München auch Mario Engels erwischt. Er zog sich einen Muskelfaserriss zu, und die Saison ist für ihn gelaufen.

Auf Epstein wird Möhlmann auch in der entscheidenden Phase kaum zurückgreifen, obwohl der Angreifer sich fit fühlt: „Sicher nicht für ein ganzes Spiel. Aber als Joker könnte ich der Mannschaft helfen.“ Das sieht der Trainer anders: „Wir haben Tests gemacht. Denis ist noch nicht fit genug für die zweite Liga.“

Dagegen herrscht bei Darmstadt 98 Euphorie. Nach dem grandiosen 1:0-Auswärtserfolg am Montag in Karlsruhe kann die Truppe von Trainer Dirk Schuster mit einem Sieg gegen Greuther Fürth (ebenfalls Anpfiff am Sonntag um 15.30 Uhr) theoretisch schon am Sonntag aufsteigen. Verliert Kaiserslautern und die Lilien gewinnen, sind sie in der ersten Liga. Rund um das Böllenfalltor ist schon jetzt eine Stimmung als wäre die Wiedervereinigung und der WM-Gewinn auf einen Tag gefallen.

Bei Darmstadt steht wieder der Angriff im Fokus: Sollte Marcel Heller noch einmal so ein Sprint gelingen wie vor dem 1:0 gegen den KSC dürfte es auch für Fürth schwer werden. Vor allem, wenn der damalige Siegtorschütze Tobias Kempe wieder so mustergültig mitläuft...

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