Zweite Fußball-Bundesliga

Duell auf Augenhöhe für den FSV Frankfurt

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Nach der fünften Gelben Karte ist Manuel Konrad (Mitte) vom FSV Frankfurt nicht gegen Sandhausen dabei.

Frankfurt – Vier Punkte Rückstand zum Aufstiegs-Relegationsplatz, vier Punkte Vorsprung zum Abstiegs-Relegationsplatz – der FSV Frankfurt gehört zu jenen Mannschaften in der Zweiten Liga, die sich aktuell im Mittelmaß eingependelt haben. Von Peppi Schmitt

Auch nach zwölf Spieltagen weiß niemand, wohin die Blicke sich richten sollen, nach vorne wie im letzten Jahr oder doch lieber nach hinten, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. An diesem Sonntag müssen die Bornheimer beim SV Sandhausen antreten, bei jenem Klub, der sportlich abgestiegen war, aber durch den Lizenzentzug des MSV Duisburg doch bleiben durfte. Die Sandhausener haben nur zwei Punkte weniger als der FSV, es ist also ein Duell auf Augenhöhe, im Grunde wenig aufregend, aber doch wichtig für die Zukunft.

Fan-Flaute im eigenen Stadion

Die Frankfurter haben auch in dieser Saison wieder große Probleme mit dem Zuschauerzuspruch. Nur einmal, beim Auftakt gegen den Karlsruher SC, waren mehr als 8000 Zuschauer ins Volksbank-Stadion gekommen, danach meist nur zwischen 4000 und 5000, zuletzt gegen Aue und gegen den VfR Aalen nur noch etwas mehr als 3000 Zuschauer.

Das ist eigentlich zu wenig, um in der Liga dauerhaft zu überleben. Zum Vergleich: Die Offenbacher Kickers haben selbst in der vierten Liga deutlich mehr Zuschauer. „Uns fehlen einfach zwei Generationen von Fans“, sagt FSV-Boss Clemens Krüger, „aber wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen.“ Die vielen Jahre, die der FSV in der sportlichen Bedeutungslosigkeit der Oberliga verbracht hat, zeigen deutliche Nachwirkungen. Es zieht einfach nur wenige Menschen zum Bornheimer Hang, vielleicht auch, weil die Verkehrsverhältnisse bei vielen Heimspielen schlecht sind, weil nur ganz wenige Parkplätze zur Verfügung stehen.

Spiel gegen Sandhausen von großer Bedeutung

Das Spiel in Sandhausen hat gerade mit Blick auf die Zuschauer eine große Bedeutung. Denn mit einem Sieg könnte der FSV beste Eigenwerbung machen für das Topspiel am Freitag nächster Woche gegen den 1.FC Kaiserslautern. Da wäre es schön, wenn die Mannschaft Unterstützung der eigenen Fans bekommen und das Heimspiel nicht durch die mehreren tausend erwarteten Fans der Pfälzer zu einem Auswärtsspiel werden würde.

Um bei den ehrgeizigen Sandhausenern zu einem „Dreier“ zu kommen, müssen sich die Schwarz-Blauen deutlich steigern gegenüber dem müden 0:0 gegen Aalen.

FSV-Trainer Benno Möhlmann plant offenbar ein stürmische Variante mit den vier Offensivspielern Yelen, Leckie, Kapllani und Rukavytsa in der Anfangsformation. Verzichten muss der FSV am Sonntag auf den nach der fünften gelben Karte gesperrten Manuel Konrad.

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