Unberechenbarkeit als neue Stärke

Skyliners haben in der Hand, in die Playoffs einzuziehen

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Shawn Huff (links) von den Riesen Ludwigsburg kann nur zusehen, wie Frankfurts Aaron Doornekamp zum Wurf ansetzt.

Frankfurt – Die Zahl 17 hat für die Fraport Skyliners eine besondere Bedeutung. Sie dokumentiert den Erfolgslauf der Frankfurter Basketballer, der mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Playoffs führen wird.

17 Siege verbuchte die Mannschaft von Trainer Gordon Herbert bislang in dieser Bundesliga-Saison und steht als Tabellensechster so gut da wie noch nie. Bei sechs Punkten Vorsprung auf Platz neun und einem vergleichsweise leichten Restprogramm sollte da nichts mehr anbrennen. Zumal die Skyliners in 2015 ein anderes Gesicht zeigen als im Vorjahr.

Vier Spiele stehen noch aus

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Wettbewerbsübergreifende 17 Erfolge erzielten sie seit Januar, dem gegenüber stehen gerade mal sechs Niederlagen. Was auffällt: Selbst an schwächeren Tagen geben sich die Frankfurter derzeit keine Blöße. Jüngstes Beispiel: Das 66:59 am Mittwochabend in Crailsheim. „Ich mochte es, wie wir gespielt und gekämpft haben. Die Mannschaft gab niemals auf und kämpfte immer weiter“, betont Herbert. Johannes Voigtmann sprach von einem „Krampfspiel“ mit unterirdischen Wurfquoten, dessen Ausgang jedoch wegweisend für den weiteren Saisonverlauf sein könnte. „Wir haben uns jetzt ein kleines Polster erarbeitet und haben es nun selber in der Hand, in die Playoffs einzuziehen. Das nimmt uns ein wenig Druck weg.“
Vier Spiele haben die Frankfurter noch vor der Brust. Die Gegner heißen Braunschweig (Tabellenplatz 11), Trier (18.), München (3.) und Tübingen (16.). Einzig gegen die Bayern, möglicher Gegner in der ersten Playoff-Runde, wäre eine Niederlage keine Überraschung. Doch soweit wollen die Skyliners noch nicht denken und feilen weiter an ihrer hinzugewonnen Stärke: Der Unberechenbarkeit.

Immer von Spiel zu Spiel denken

War es vor zwei Wochen noch der herausragende Jacob Burtschi und am Ostermontag der starke Aaron Dornekamp, führten in Crailsheim Justin Cobbs und Voigtmann die Werferliste an. „Es zeichnet uns aus, dass jeder von uns so einen guten Tag haben kann“, betont Doornekamp. Und für die Konkurrenz steht zu befürchten, dass dieser Prozess länger andauern wird. Mit den wieder genesenen Danilo Barthel und Kevin Bright stehen Coach Herbert zwei weitere Optionen zur Verfügung.

„Danilo und ich wollen uns nach den Verletzungspausen in die Form zurückarbeiten, in denen die Abläufe und Bewegungen sich wieder natürlich anfühlen. Dabei denken wir aber auch immer nur von Training zu Training und von Spiel zu Spiel“, sagt Bright.

Nächste Gelegenheit bietet sich schon am Sonntag (Anpfiff ist um 18 Uhr) beim nächsten „Vier-Punkte-Spiel“ in Braunschweig. zin

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