In Göttingen auf Körbejagd

Skyliners wollen ihren dritten Sieg in Serie holen

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Auf Philip Scrubb (links) ruhen die Hoffnungen der Skyliners. Hier im Duell mit Dominic Lockhart aus Goettingen.

Zwei Siege standen zuletzt für die Fraport Skyliners zu Buche. Der dritte soll am heutigen Samstag bei der BG Göttingen geholt werden. Um 18 Uhr geht's los.

Frankfurt – Es ist Zeit anzugreifen, sagte Skyliners Headcoach Gordon Herbert vor dem Heimspiel gegen Würzburg. Mit zwei Siegen in Ulm (77:78) und zu Hause gegen Würzburg (78:72) konnten zwei direkte Konkurrenzen um die begehrten Playoff-Plätze in den vergangenen beiden Spielen auf Distanz gehalten werden. Frankfurt steht aktuell mit 13 Siegen bei neun Niederlagen auf dem siebten Platz der BBL.

Göttingen kommt ebenfalls mit Schwung in das Spiel, denn in der letzten Partie konnten sie Tübingen deutlich schlagen (95:75) und somit ein wichtiges Spiel im Rennen um den Klassenverbleib für sich entscheiden. Mit nun fünf Siegen stehen die Veilchen auf Rang 16 der Tabelle, einen Sieg vor Gotha auf Platz 17.

Mit Phil Scrubb und Jonas Wohlfarth-Bottermann konnten die Skyliners in den vergangenen beiden Spielen wieder auf zwei Leistungsträger zurückgreifen. Dafür muss Gordon Herbert in Göttingen sehr wahrscheinlich erneut auf Mike Morrison (Schambein) und Isaac Bonga (gebrochene Rippe) verzichten. Vor allem Marco Völler konnte gegen Würzburg seine Chance auf mehr Minuten nutzen und erzielte mit neun Punkten einen neuen persönlichen Karrierebestwert.

Mit William Buford hat sich Göttingen zuletzt mit einem erfahrenen Guard verstärkt. Die BBL kennt der Amerikaner noch aus seiner Zeit bei Tübingen (Saison 2015/16), damals erzielte er im Schnitt 13.6 Punkte und 4.8 Rebounds. In seinem ersten Einsatz mit Göttingen vertraute ihm Coach Johan Roijakkers für 27 Minuten, die Buford für zwei Punkte, drei Rebounds und fünf Assists nutzte. Zudem ist Darius Carter wieder genesen und aktiv am Spielgeschehen beteiligt.

Punktegarant im Team der Göttinger ist Brion Rush mit durchschnittlich 16 Punkten pro Partie. Vor allem von der Dreierlinie nimmt der Amerikaner gerne Maß und trifft 40.8 Prozent seiner im Schnitt knapp acht Versuche. Kein anderer Spieler der Liga probiert es häufiger von draußen.

Die ewige Bilanz spricht für Frankfurt: 13 Siege konnten in bislang 20 Begegnungen eingefahren werden. In Göttingen gingen fünf von neun Spielen an die Mainriesen.

Schöne und liebgewonnene Tradition bei Duellen zwischen Göttingen und Frankfurt ist die Fanfreundschaft und der mittlerweile zum Kult gewordene Zuruf „Halloooo Göttingen!“ und die Erwiderung „Halloooo Frankfurt!“ beider Fanlager. Das Hinspiel, das gleichzeitig das erste Heimspiel der Skyliners in dieser Saison war, entschieden Topscorer Phil Scrubb (25 Punkte)und Co. mit 88:80 für sich Klaus Perwas, Assistant Coach der Skyliners, warnte: „Man darf sich vom Tabellenplatz der Göttinger nicht täuschen lassen. Mit der Rückkehr von Darius Carter und der Verpflichtung von William Buford sind sie sehr tief besetzt. Carter gibt ihnen unter den Körben Stabilität im Angriff und in der Verteidigung.“ Außerdem sei Buford ein designierter und sehr vielseitiger Korbjäger, den das Team aus Frankfurt auf der Rechnung haben müsse. Dazu sei Göttingen sehr heimstark und kämen mit einer gewissen Euphorie des vergangenen Sieges in das Spiel. „Am Ende schauen wir aber nur auf uns und die Dinge, die wir tun wollen. Schlüssel werden sein, dass wir das Tempo des Spiels kontrollieren indem wir gut und strukturiert angreifen. Außerdem gilt es ganz klar die Kreise einiger Spieler einzugrenzen“, sagt Perwas. (red)

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