Skyliners-Neuzugang

Marco Völler ist gekommen, um zu bleiben

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Kam von den Gießen 46ers nach Frankfurt: Marco Völler.

Frankfurt – Skyliners-Neuzugang Marco Völler ist ein Kind des Rhein-Main-Gebiets und kommt bei den Frankfurtern immer besser auf Touren. So gut, dass der 29-Jährige seinen Vertrag über die Saison hinaus verlängern möchte. Von Dirk Beutel 

Na sicher hat sich Marco Völler in jungen Jahren im Fußball versucht. Allein der Name verpflichtet. Doch spätestens mit 14 Jahren hat der gebürtige Offenbacher und Sohn des Fußball-Weltmeisters von 1990, Rudi Völler, den Spaß am kicken verloren und sich dem Basketball verschrieben. „Ich war jetzt auch nicht übermäßig talentiert. Ein Bundesligaspieler wäre nie aus mir geworden“, sagt der 29-Jährige, der im Dezember von den Gießen 46ers an den Main gewechselt ist. „Im Basketball ist das Tempo höher und man spielt sehr körperbetont. Das ist für mich attraktiver“, sagt Völler, der seine Laufbahn beim EOSC Offenbach begann. Anschließend wechselte er zum TV Langen, danach zu den Hanau White Wings. Zur Saison 2014/15 ging er nach Gotha um in der ProA auf Korbjagd zu gehen. Im April 2016 wurde er von Bundesligist Gießen 46ers als Neuzugang vorgestellt, wo er sich allerdings nicht recht durchsetzen konnte. Das ist in Frankfurt anders. Hier wird der Power Forward gebraucht und hat sich in die erste Reihe des Teams gespielt. Und das, obwohl er aufgrund der langen Verletzenliste in letzter Zeit auf der Centerposition aushelfen musste. „Eigentlich fehlen mir für den Job ein paar Zentimeter, aber ich hänge mich voll rein“, sagt er. Wahrscheinlich liegt es am straffen System, das Skyliners-Trainer Gordon Herbert spielen lässt, warum der 29-Jährige aufblüht. „Hier wird professionell gearbeitet, der Trainer redet viel mit den Spielern. Das habe ich auch ganz anders schon erlebt“, sagt Völler, der mittlerweile in Offenbach wohnt, wo er noch Familie hat. Obgleich der Niederlagen gegen Ludwigsburg (81:88) und in Braunschweig (77:74) und vor allem der bitteren Pleite im Pokal gegen Bayreuth (74:96) sei die Stimmung im Training nach wie vor gut. „Wir haben uns in diesen Spielen unter Wert verkauft. Aber es liegt definitiv nicht an der Einstellung. Vielleicht fehlt einigen am Schluss die Kraft. Dadurch kommen dann Konzentrationsfehler zustande. Wie gegen Ludwigsburg, als wir viel zu viele einfache Turnover kassiert haben“, sagt Völler.

Zumindest was die Wachsamkeit anbelangt, haben sich die Skyliners am Mittwoch in Ulm gesteigert. Vor allem die Anfangsphase gehörte den Frankfurtern, die sich bis auf zwölf Punkte absetzen konnten. Ulm schaffte es im Schlussviertel trotzdem, die Partie kurz vor Ende auszugleichen. Erst der genesene Jonas Wohlfarth-Bottermann machte per Freiwurf den knappen 77:78-Sieg perfekt. Völler: „Im Moment schaffen wir es nicht, die volle Distanz voll konzentriert zu bleiben. Mal verschlafen wir die Anfangs-, mal die Schlussphase. Aber wir sind auf einem guten Weg und werden weiter hart arbeiten wie sonst auch.“ Am 4. Mai empfangen die Skyliners Würzburg, wieder einen Tabellennachbarn. „Siege gegen direkte Konkurrenz sind goldwert. Das wissen alle und entsprechend hoch ist bei uns die Motivation. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir erfolgreich sein.“ Und erfolgreich sein möchte Völler mit seiner Mannschaft weiterhin. Sein persönliches Ziel: Sich mit den Skyliners auf den Playoff-Plätzen festsetzen und eine Vertragsverlängerung. Denn sein Kontrakt läuft nur bis Saisonende. „Ich will mich hier beweisen, denn ich habe die Absicht zu bleiben. Ich fühle mich hier sehr wohl.“

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