„Schöne drei Punkte“ in den Hessenderbys holen

Frankfurt – Frank Gentges ist der neue Trainer der Löwen Frankfurt. Diese Woche wurde er offiziell vorgestellt. Seine Ziele: Die Playoffs erreichen und Derbysiege feiern. Von Norman Körtge

Frank Gentges mag Frankfurt, auch wenn der 47-Jährige noch nicht allzu viel von der Mainmetropole gesehen hat. Dennoch kommt der neue Trainer der Löwen Frankfurt sofort ins Schwärmen, wenn er an den Eishockey-Standort denkt: Ein Top-Club, ein gutes Stadion und super Fans. Zum richtig Wohlfühlen fehlt nur noch der Erfolg. „Das ist jetzt meine Aufgabe“, sagte Gentges am Dienstag bei seiner offiziellen Vorstellung.

Die Messlatte ist für den ehemaligen Bundesligaverteidiger klar definiert: „Ich komme nicht hierher, um das zu schaffen, was letztes Jahr erreicht worden ist.“ Das bedeutet für den Ex-Coach von Oberliga-West-Meister EHC Dortmund, dass er zwei Ziele im Auge hat: Das Erreichen der Playoffs in der Oberliga West und auch mal wieder ein Hessenderby gewinnen. „Das sind auch nur drei Punkte, aber schöne drei Punkte“, meinte der Löwen-Coach mit einem schelmischen Lachen im Gesicht. Denn in der vergangenen Saison gingen die Spiele gegen Bad Nauheim und Kassel alle verloren.

Dass die Löwen in der vergangenen Saison nicht ihr sportliches Ziel – nämlich die Playoffs – erreichten, glaubt Gentges daran festzumachen, dass viele Spieler oft nicht bis an ihr Limit gegangen sind.

Damit sich das nicht wiederholt, achtet Sportchef Michael Bresagk beim Zusammenstellen des neuen Kaders darauf, „dass die Spieler hungrig“ sind. Er schränkte aber auch ein, dass diese bezahlbar sein müssten. Damit liegt er auf gleicher Wellenlänge mit Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer: „Wir wollen sportlichen Erfolg nicht erkaufen“, bekräftigte er am Dienstag. Noch ist er auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Gar nicht gut zu sprechen ist er auf die Stadt Frankfurt, von der es „null Unterstützung“ gebe.

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